Zur Löschung eines kritischen Berichtes über den Mülheimer Ex-OB Jens Baganz von den Internetseiten des WDR, erklärt der Generalsekretär der NRWSPD, Michael Groschek:

Gerade ein Jahr an der Regierung und schon setzt die CDU in NRW den WDR und seinen Intendanten Fritz Pleitgen unter politischen Druck.

Unter dem Titel „Mülheim oder: Das große Schweigen“ hatte der WDR-Autor Werner Rügemer im März über die Verflechtungen des ehemaligen Mülheimer Oberbürgermeisters Baganz mit der Rechtsanwältin Ute Jasper bei der Vergabe der Mülheimer Wasserwerksanteile und Entsorgungsbetriebsanteile berichtet.

Auf Betreiben des jetzigen Wirtschaftsstaatsekretärs Jens Baganz, wurde der kritische Bericht des WDR nun von den Internetseiten des WDR gelöscht.

Offensichtlich verlangt die CDU in NRW vom WDR und seinem Intendanten eine untertänige Hofberichterstattung und den Verzicht auf faire und kritische journalistische Begleitung.

Ob an der Regierung oder nicht: Politiker und Parteien müssen mit der kritischen Berichterstattung der Medien leben. Die Pressefreiheit ist und bleibt ein grundgesetzlich geschütztes Recht.

Nicht mal die CSU in Bayern verwechselt nach einem halben Jahrhundert Regentschaft den bayerischen Rundfunk mit dem Bayernkurier. Die CDU in NRW sollte sich hier ein Beispiel an dem von ihnen gerne zitierten Vorbild Bayern nehmen.