Bärbel Dieckmann: Ausbau der Tagesbetreuung hilft Familien und ist ein Standortvorteil fürs ganze Land

Bärbel Dieckmann

Zur heutigen Vorstellung des 1. Zwischenberichtes zum Stand der Kindertagesbetreuung erklärt die stellvertretende SPD-Parteivorsitzende Bärbel Dieckmann:

Kinder und Eltern können sich freuen: Das Betreuungsangebot für Kinder unter drei Jahren steigt. Mit dem Tagesbetreuungsausbaugesetz (TAG) hat die SPD-geführte Bundesregierung im Jahr 2004 die Grundlage dafür geschaffen, dass das Betreuungsangebot für Kinder unter drei Jahren in Deutschland auf europäisches Niveau angehoben wird. Das ist gut für die Kinder, weil sie früh gefördert werden. Davon profitieren die Eltern, weil sie Beruf und Familie besser vereinbaren können.

Der Ausbau der Kinderbetreuung ist auch ein Standort- und Wettbewerbsvorteil für Unternehmen, weil gut qualifizierte Frauen früher in den Beruf zurückkehren. Und davon profitiert die ganze Gesellschaft, weil jungen Paaren die Entscheidung für Kinder erleichtert wird.

Der heute vorgestellte Zwischenbericht zeigt, dass das Ziel eines bedarfsgerechten Ausbaus bis zum Jahr 2010 realistisch war: Bereits im Jahr 2005 hat sich die „Platz-Kind-Relation“ in den alten Bundesländern, die der Ausbaubedarf insbesondere betrifft, mit 13,7 % fast verdoppelt. Bis 2010 soll sie dort vervierfacht werden.

Der Zwischenbericht zeigt aber auch: Nach wie vor gibt es zwischen den Kommunen große Unterschiede, in denen sich politische Entscheidungen vor Ort widerspiegeln. In Bonn können wir bis Jahresende dank großer Anstrengungen schon 16 Prozent der unter Dreijährigen einen Platz anbieten. Die steigende Nachfrage der Eltern beweist, dass wir mit diesen Investitionen Familien höchst wirksam unterstützen.