Dieckmann: Die SPD hält am beschlossenen Atomausstieg ohne Wenn und Aber fest

Jochen Dieckmann
Jochen Dieckmann

Zu den Äußerungen des stellvertretenden Ministerpräsidenten Pinkwart,
den Bau eines neuen Atomkraftwerkes zu prüfen, erklärt der Vorsitzende der NRWSPD, Jochen Dieckmann:

Die Versuche der Landesregierung, der Atomenergie eine Renaissance zu bescheren, werden auf den entschiedenen Widerstand der SPD treffen.

Es ist geradezu abenteuerlich, dass der stellvertretende Ministerpräsident auf eine veraltete Technologie setzt, die sich nachweislich als unsicher und damit ungeeignet erwiesen hat.

Der nun von Andreas Pinkwart betriebene Thorium-Hochtemperaturreaktor ist Ende der 80-er Jahre im westfälischen Hamm nach einer Pannenserie abgeschaltet worden. Die Landesregierung handelt mit ihrem Vorstoß gegen die Interessen und den Willen der Bürger, die die Atomkraft mehrheitlich ablehnen.
Der Ministerpräsident ist gefordert, dem mutwilligen Treiben einiger Regierungsmitglieder ein Ende zu bereiten.

Es gibt wahrlich intelligentere Strategien, um die Energieversorgung der Bundesrepublik langfristig und zu akzeptablen Preisen zu sichern. Wir müssen Energie deutlich effizienter erzeugen und verbrauchen. Gleichzeitig muss der Anteil der erneuerbaren Energien zügig ausgebaut und wettbewerbsfähig gemacht werden.

Die NRWSPD hat in der Zukunftsfrage Energie klare Positionen:
Wir wollen weg vom Öl und hin zu erneuerbaren Energien.
Wir wollen die heimischen Energieträger umweltverträglich nutzen.
Vor allem aber: Wir halten am beschlossenen Atomausstieg ohne Wenn und Aber fest.