Deutschland will Gerhard Schröder als Bundeskanzler

CDU, CSU und FDP haben keine eigene Mehrheit für den 16. Deutschen Bundestag. „Das Land will Gerhard Schröder als Bundeskanzler haben“, kommentierte der SPD-Parteivorsitzende Franz Müntefering das Ergebnis.

Müntefering bewertete den Ausgang der Wahl als persönliche Niederlage für Unionskanzlerkandidatin Angela Merkel. CDU und CSU haben das selbst gesteckte Ziel von deutlich über 40 Prozent klar verfehlt. Dazu habe entscheidend der Unions-Kurs für eine Politik der sozialen Kälte beigetragen: „Frau Merkel hat die CDU in die Westerwelle-Ecke geführt. Da haben sich einige für das Original entschieden“, so die Einschätzung des Parteivorsitzenden.

Das jetzt durch die SPD erzielte Ergebnis sei ein „Riesenerfolg für Gerhard Schröder und die deutsche Sozialdemokratie“, so Müntefering weiter. Mit Blick auf die jetzt anstehenden Gespräche zwischen den Parteien für die Bildung einer Koalition bekräftigte der SPD-Vorsitzende die Absage an ein Regierungsbündnis mit der PDS. „Eines ist eindeutig klar: Es wird eine Form der Zusammenarbeit wie eine Koalition oder eine Duldung mit der PDS nicht geben.“ Gleichzeitig unterstrich Müntefering den Führungsanspruch Gerhard Schröders in einer neuen Regierung: „Diese Land will Gerhard Schröder als Bundeskanzler haben“. Ihm würden die Menschen vertrauen – „sie haben kein Vertrauen zu Angela Merkel.“