Wasserhövel: Wir spüren deutlich Rückenwind

Der Bundesgeschäftsführer der SPD Kajo Wasserhövel hat am Freitag die letzte Wahlkampf-Phase eingeläutet. Mit neuen Plakatmotiven, Zeitungsanzeigen, einem TV-Spot sowie zusätzlichen Großveranstaltungen würden die Unterschiede zwischen Rot und Schwarz zugespitzt.

„Wir spüren deutlich Rückenwind“, unterstrich Wahlkampfleiter Wasserhövel am Freitag in Berlin bei der Präsentation der letzten Phase der SPD- Kampagne. Das sei klar erkennbar in den 299 Wahlkreisen in Deutschland, in den Umfragen und vor allem auch bei den Wahlkampfveranstaltungen mit Franz Müntefering und Gerhard Schröder. Darum habe der Bundeskanzler auch zusätzliche Termine für Kundgebungen übernommen. In den letzten zwei Tagen vor der Wahl werden er und der Parteivorsitzende vier Veranstaltungen gemeinsam bestreiten: Am 16. September in Oberhausen und Berlin und einen Tag später in Recklinghausen und Frankfurt/Main.

Auf den neuen Plakatmotiven werde den Wählerinnen und Wählern deutlich gemacht, so Wasserhövel, was Schwarz-Gelb für jeden Einzelnen bedeuten würde. Zudem werde sich der Kanzler in einem Brief persönlich an die Menschen in allen 299 Wahlkreisen wenden: „Jetzt geht es darum, die Reformen auch wirken zu lassen, nicht mittendrin den Kurs zu wechseln und vor allem nicht das leichtfertig über Bord zu werfen, wofür die Menschen in diesem Land so viele Jahre gearbeitet haben: eine demokratische Ordnung mit sozialem Zusammenhalt. Deutschland braucht vernünftige Reformen, keinen radikalen Systemwechsel“, lautet die Kernbotschaft des Kanzlers.

Der Union warf SPD-Geschäftsführer Wasserhövel mangelnden Respekt vor den Wählerinnen und Wählern vor. CDU und CSU hätten bis vor kurzem noch so getan, als sei die Wahl schon entschieden. Die SPD hingegen werde bis zuletzt um Zustimmung für ihre Politik der Erneuerung und dem Erhalt von sozialer Gerechtigkeit werben: „Wir kämpfen bis zum Wahlabend, 18 Uhr“, kündigte Wasserhövel an.