Wolfgang Thierse eröffnete SPD-Wahlparteitag in Berlin

Unter großem Beifall eröffnete der stellvertretende SPD-Parteivorsitzende, Bundestagspräsident Wolfgang Thierse den Wahlparteitag der SPD in Berlin. Er unterstrich in seiner Rede die Bedeutung der bevorstehenden Bundestagswahl am 18.September. „Es geht bei dieser Wahl um mehr, es geht um die künftige Richtung, die unser Land einschlägt“, so Thierse. Vor über 500 Delegierten, ca. 3.000 Gästen und mehr als 1.000 Medienvertretern warb Wolfgang Thierse für eine sozialdemokratische Politik jenseits der Extreme. Unionskandidatin Angela Merkel und FDP-Chef Guido Westerwelle strebten „eine Reduktion des Sozialstaates auf sein Gerippe“ an, so Wolfgang Thierse. Mit Blick auf die erweiterte PDS konstatierte Thierse: „Wer sich den mühseligen Reformen des Sozialstaates verweigert, setzt ihn aufs Spiel und verrät am Ende die Schwachen, für die zu handeln sie vorgibt.“
Die SPD aber erkenne die Realitäten an, um sie zu verändern. „Die SPD ist Garant für eine Politik der sozialen Marktwirtschaft, ohne Angst vor Krieg oder Armut.“

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, versicherte, dass die SPD gemeinsam und geschlossen dafür kämpfen werde, um am 18. September den Wahlsieg zu erringen. „Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern, gemeinsam mit den zahlreichen Initiativen, die Gerhard Schröder und die Politik der SPD unterstützen, werden wir es schaffen“, so Wowereit.

Mit dem Parteitag startet die SPD in die heiße Phase des Wahlkampfes.
Im Mittelpunkt des Delegiertentreffens steht neben Reden von Bundeskanzler Gerhard Schröder und dem SPD-Vorsitzenden Franz Müntefering die Verabschiedung des Wahlaufrufs (.pdf-Dokument).

Hier können Sie sich Impressionen vom Wahlparteitag 2005 der SPD anschauen.