Schröder: Der Kampf gegen Rechtsextremismus geht alle an

Deutsche Musikerinnen und Musiker machen gemeinsam mobil gegen Rechtsextremismus. Dazu haben sie eine CD „Gemeinsam gegen Rechts“ produziert, die Smudo von den Fantastischen Vier, Norbert Leisegang von Keimzeit und Bundeskanzler Gerhard Schröder am Freitag in Berlin vorgestellt haben. 15 Lieder sind auf dem Album zu finden, unter anderen von 2Raumwohnung, Afrob, Blumentopf, Max Herre, Mia, Sportfreunde Stiller und den Fantastischen Vier.

„Wir müssen den Kampf gegen Rechtsradikalismus gemeinsam führen“, begründete Bundeskanzler Gerhard Schröder das Engagement der Sozialdemokraten. Politiker und Künstler, die ganze Zivilgesellschaft sei gefragt, den rechten Parolen etwas entgegenzusetzen: Die Idee einer liberalen, demokratischen und toleranten Gesellschaft, wie sie gerade Künstlerinnen und Künstler für ihre Arbeit bräuchten. Die CD sei lange vor der Wahl geplant worden, betonte der Bundeskanzler, deshalb keine Wahlkampfaktion und werde hoffentlich noch lange nach der Wahl weiterwirken. Bei der Abstimmung im September gehe es auch darum, ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus zu setzen. Auch Musik könne dafür Argumente liefern. Gerade in Deutschland sei eine breite Auseinandersetzung mit dem Thema wichtig: „Das sind wir uns historisch schuldig.“ Je mehr Menschen zur Wahl gingen, desto geringer seien die Chancen der Extremisten, so der Kanzler.

Die CD gibt es nicht im Handel und kann auch nicht bestellt werden. Sie wird von den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern verteilt, außerdem organisieren die Jungen Teams der SPD spezielle Verteilaktionen in Schwerpunktwahlkreisen der NPD.

Derzeit werden rechtsradikale CDs auf Schulhöfen verteilt
Stellvertretend für die Künstlerinnen und Künstler sagte Smudo von der Band "Die fantastischen Vier", die CD sei auch als Antwort auf eine rechtsextremistische CD gedacht, die derzeit auf Schulhöfen verteilt würde. Die „Schulhof-CD“ sei von langer Hand vorbereitet in großer Auflage hergestellt worden. Erst vor kurzem sei eine erste große Lieferung beschlagnahmt worden. Die NPD versuche offenbar, über Direktmandate in den Bundestag einzuziehen und konzentriere ihren Einsatz erkennbar auf für sie vielversprechende Wahlkreise.
Die Tracks der CD "Gemeinsam gegen Rechts" zum Reinhören, die Statements einiger Akteure, den Aufruf der Künstler-Initiative "Gemeinsam gegen Rechts" und vieles mehr sind auf www.gemeinsam-gegen-rechts.de zu finden.