PM 72/2005: SPD-Arbeitsgemeinschaft für Selbstständige (AGS): Erstmals wieder mehr Ausbildungsverträge

Zum ersten Mal seit dem Jahr 2000 haben die Betriebe in Deutschland 2004 wieder mehr Ausbildungsverträge als im vorangegangenen Jahr abgeschlossen. Darauf hat der Landesvorstand der SPD-Arbeitsgemeinschaft für Selbstständige (AGS) auf seiner Sitzung im Gelsenkirchener Industrieclub aufmerksam gemacht. Diese positive Trendwende bestätige der Berufsbildungsbericht 2005 als Erfolg des Nationalen Pakts für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs.

Im Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs hatte sich die Wirtschaft verpflichtet, drei Jahre lang jährlich 30.000 neue Ausbildungsplätze sowie mindestens 25.000 betriebliche Praktikumplätze für die berufliche Einstiegsqualifizierung vor allem von ausbildungsreifen Jugendliche zur Verfügung zu stellen.

Die Bilanz nach dem ersten Jahr des Pakts ist positiv: Erstmals seit dem Jahr 2000 ist die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge wieder angestiegen, gegenüber dem Vorjahr um 15.356 Verträge oder 2,8 Prozent. Insgesamt stellten die Betriebe bis Ende September des vergangenen Jahres 572.980 Auszubildende ein.

Der Landesvorstand der AGS appellierte an die Wirtschaft, die Bemühungen um die Schaffung von Qualifizierungsmöglichkeiten für die jungen Menschen weiter zu steigern. Es gelte jetzt, die begonnene Dynamik des auf drei Jahre angelegten Pakts auszunutzen, da in diesem Jahr nochmals mit steigender Nachfrage nach Ausbildungsplätzen gerechnet wird. Wie die AGS betonte, stellt allein die Bundesregierung für die Einstiegsqualifizierung in den nächsten drei Jahren rund 270 Millionen Euro bereit.