PM 54/2005: „Hans-Joachim Reck verliert die Nerven.“

Hans-Joachim Reck verliert die Nerven. Eine einfache Meinungsumfrage hat den CDU-Generalsekretär zu einem verbalen Rundumschlag gegen die SPD und die Demoskopen von Forsa veranlasst.

In der repräsentativen Umfrage erhält Ministerpräsident Peer Steinbrück überaus gute Noten im Vergleich zu seinem Herausforderer Jürgen Rüttgers. Das geht der Union an die Nieren. Denn es ist unübersehbar: Immer mehr Menschen sind der Auffassung, dass Jürgen Rüttgers nicht Ministerpräsident in Nordrhein-Westfalen werden darf.

Rüttgers grenzt aus, er führt die Menschen nicht zusammen. Jüngstes Beispiel hierfür sind seine verschrobenen Äußerungen zur angeblichen „Überlegenheit“ des Katholizismus.

Richtig ist: Die Forsa-Umfrage ist von der SPD in Auftrag gegeben worden. Die SPD macht aus ihrer Zusammenarbeit mit Forsa keinen Hehl. Denn das Institut ist überaus anerkannt und arbeitet mit Konzernen, namhaften Verlagen sowie Fernsehsendern und Rundfunkstationen zusammen. Dass die aktuellen Daten von der SPD und Forsa „zurechtgelogen“ worden sind – wie Reck behauptet -, ist eine infame Unterstellung.

Wenn Herr Reck sich schon derart intensiv mit der Meinungsforschung befasst, dann sollte er lieber der Frage nachgehen, wieso das Institut Emnid seit einiger Zeit Zahlen zur NRW-Wahl verbreitet, ohne den Auftraggeber zu nennen.

Sicher ein lohnender Job für den in den eigenen Reihen umstrittenen CDU-Mann. Und sicher auch von großem Interesse für die Öffentlichkeit.
Oder kennt Reck den Emnid-Auftraggeber schon längst und will ihn nur nicht verraten?