PM 46/2005: AfB lehnt Studiengebühren und die Abschaffung des BAföG ab

Mit aller Entschiedenheit lehnen der Bundesvorsitzende der sozialdemokratischen Arbeitsgemeinschaft für Bildung (AfB), Tilo Braune, sowie die NRW-Landesvorsitzende der AfB, Marlies Stotz, MdL, die Einführung von Studiengebühren sowie den Vorschlag der baden-württembergischen Kultusministerin Annette Schavan zur Abschaffung des BAföG ab.

Der von Bayern und Niedersachsen unterstützte Vorschlag Schavans macht in der Kombination mit der Forderung nach der Einführung von Studiengebühren die wahre Einstellung der Christdemokraten deutlich. „Wir wollen, dass alle jungen Menschen unabhängig von ihren finanziellen Voraussetzungen gleiche Bildungschancen erhalten“, betonten beide. „Die SPD und die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen fährt mit dem gebührenfreien Erststudium und der Beibehaltung der BAföG-Förderung einen klaren Kurs für mehr Bildung und mehr Chancengleichheit“, so Marlies Stotz.

Der Bundesausschuss der Arbeitsgemeinschaft tagte am Wochenende in Düsseldorf, um die Perspektiven der beruflichen Bildung auf Bundes- und Landesebene zu diskutieren und sich über die bundesweit beachteten bildungspolitischen Modelle wie die Offene Ganztagsgrundschule, die Einführung der Selbständigen Schule, den Weg zum Abitur nach 12 Jahren und die Realisierung der Gleichwertigkeit beruflicher und allgemeiner Bildung im Berufskolleg zu informieren. Breiten Raum nahmen die Bemühungen von Bund und Land über den Ausbildungspakt ein, bei dem der nordrhein-westfälische Ausbildungskonsens Pate gestanden hat. Prof. Dr. Felix Rauner vom Institut für Technik und Bildung der Universität Bremen formulierte in seinem Referat die Herausforderungen für die Zukunft der beruflichen Bildung.

Der AfB-Bundesausschuss unterstrich mit seiner Themensetzung und der Wahl des Veranstaltungsortes Düsseldorf die Bedeutung Nordrhein-Westfalens für die Weiterentwicklung der Beruflichen Bildung.