Michael Groschek stellt Wahlkampfkonzept der NRWSPD vor

Mit klarem Kurs zieht die NRWSPD in den Landtagswahlkampf. Am Montag Vormittag stellte Generalsekretär Michael Groschek das Wahlkampfkonzept der Partei in der Düsseldorfer Geschäftstelle des Landesverbandes vor. Unterstützt wurde er dabei von Frank Stauss, Kreativchef der Düsseldorfer Werbeagentur Butter, die in der aktuellen Kampagne für die Gestaltung der Wahlplakate, -flyer und -broschüren der NRWSPD verantwortlich ist.

Zum Auftakt der Pressekonferenz konnte Groschek neue Umfragedaten des Meinungsforschungsinstituts Forsa präsentieren. Demnach gehen drei Viertel der Befragten in Nordrhein-Westfalen von einem offenen Rennen bei der Landtagswahl am 22. Mai aus, 60 Prozent können darüber hinaus keine Wechselstimmung im Land erkennen. Groschek wies außerdem darauf hin, dass derzeit erst 60 Prozent derjenigen, die bei der Bundestagswahl 2002 die SPD gewählt hätten, auch bei der kommenden Landtagswahl so entscheiden würden. Der NRWSPD-Generalsekretär schloss daraus: "Was die Mobilisierung angeht, haben wir noch Reserven. Die CDU hingegen hat ihr Pulver schon jetzt verschossen."

Hinsichtlich der Wahlkampagne der NRWSPD unterstrich Groschek: "Der Spitzenkandidat Peer Steinbrück ist unser Trumpf-As. Er steht für Klarheit und Beharrlichkeit. Sein klarer Kurs ist das Gegenteil dessen, was man mit dem Herausforderer verbindet." Laut Groschek soll der zentrale Slogan "Klarer Kurs – Peer Steinbrück" mit den drei Themenschwerpunkten "Bildung", "Arbeit" und "Sozialer Zusammenhalt" verknüpft werden. Bis zur Wahl am 22. Mai plane die NRWSPD ein "dichtes Veranstaltungsnetz": Auch am Wahltag selbst sollen SPD-Wahlkämpfer gezielt Menschen bei Fußballspielen und Radtouren ansprechen, um sie zur Stimmabgabe zu bewegen. Peer Steinbrück werde sich täglich in den Wahlkampf einschalten; in jedem der 54 SPD-Unterbezirke sei sein Auftritt geplant. Auch Bundeskanzler Gerhard Schröder, der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering und zahlreiche weitere prominente SPD-Politiker wie Kurt Beck, Klaus Wowereit und Andrea Nahles hätten sich als Wahlkampfhelfer in Nordrhein-Westfalen angekündigt. Gerhard Schröder und Franz Müntefering seien auch als Redner bei der großen Abschlusskundgebung der NRWSPD am 20. Mai in Dortmund eingeplant. Damit solle noch einmal deutlich gemacht werden, dass die Landtagswahl auch über Nordrhein-Westfalen hinaus von Bedeutung sei.