Ute Schäfer: CDU schreibt auch bei Konzepten zur Kinderbetreuung bei der Landesregierung ab

Ute Schäfer

Kinder- und Jugendministerin Ute Schäfer hat die Forderung der CDU, die Plätze für die Betreuung der Unter-3-Jährigen ausbauen zu wollen, als späte Einsicht bezeichnet. "Ich nehme erfreut zur Kenntnis, dass auch die CDU inzwischen in der Wirklichkeit angekommen ist und eingesehen hat, dass moderne Familien zunehmend auf die Betreuung der Kleinsten angewiesen sind, weil Frauen Beruf und Familie mit einander vereinbaren wollen. Wieder einmal zeigt sich, dass die Opposition keine eigenen Konzepte vorlegt, sondern Ideen bei der Landesregierung abschreibt."

Im Gegensatz zu den Absichtserklärungen der CDU habe die Landesregierung Fakten geschaffen: "Kein westdeutsches Flächenland ist in der Kinderbetreuung so weit wie NRW – 99 Prozent aller Kinder können drei Jahre lang einen Kindergarten besuchen", betonte die Ministerin. Anders als von der CDU behauptet, haben die Kommunen ihre Betreuungsangebote für Kinder unter 3 Jahren in den vergangenen 10 Jahren von rund 8.500 auf 11.000 Plätze ausgebaut. "Allerdings ist uns das noch zu wenig. Deshalb werden wir bis 2010 gemeinsam mit den Kommunen die Betreuungsangebote so ausbauen, dass für jedes 5. zweijährige Kind – denn da ist der Bedarf am größten – ein Platz in einer Kindertageseinrichtung zur Verfügung steht." Auch die Tagespflege solle nach dem Konzept der Landesregierung ausgeweitet werden. "Das nun auch die CDU zu dieser Einsicht gelangt, ist gut, aber reichlich spät", sagte Schäfer.

Im Übrigen seien in der Offenen Ganztagsgrundschule bereits heute 35 000 zusätzliche Betreuungsplätze geschaffen worden. "Hier holt Deutschland mit Hilfe der rot-grünen Bundesregierung eine Entwicklung nach, die in den 90er Jahren von dem damaligen Bundesbildungsminister Jürgen Rüttgers verschlafen wurde."

Quelle: Ministerium für Schule, Jugend und Kinder NRW