Steinbrück und Müntefering auf Wahlkampftour in NRW

Peer Steinbrück in Gelsenkirchen
Peer Steinbrück und Franz Müntefering auf der Zeche Ewald
Franz Müntefering und Peer Steinbrück in Essen

Bei ihrer gemeinsamen Wahlkampftour durch Nordrhein-Westfalen haben der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Peer Steinbrück und der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering am Samstag Optimismus verbreitet. „Jede Wahl ist ein Unikat. Entscheiden wird es sich auf der letzten Strecke“, schätzte Müntefering die Wahlchancen der NRWSPD ein. Peer Steinbrück bekräftigte, er gehe gelassen und mit Selbstbewusstsein in den Wahlkampf.

Erste Station der Tour war die Fußgängerzone am Springermarkt in Gelsenkirchen-Buer. Hier verteilte Peer Steinbrück gemeinsam mit den Gelsenkirchener SPD-Landtagskandidaten Heike Gebhard und Markus Töns Rosen an die Passanten. Peer Steinbrück nutzte die Gelegenheit, um mit den Marktbesucherinnen und -besuchern über ihre Sorgen und Nöte zu sprechen.

Im Anschluss an den Marktrundgang appellierte Steinbrück in einer kurzen Ansprache an die Unternehmen, bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit mitzuhelfen. Die Hilfe könne beispielsweise darin liegen, weitere Lehrstellen zu schaffen.

Der Berliner Job-Gipfel habe der Wirtschaft ein Angebot unterbreitet, nun liege aber die patriotische Verantwortung auch bei „anderen Gruppierungen“ im Land. Gleichzeitig nannte Steinbrück die Sicherung bestehender Arbeitsplätze, wie bei Opel in Bochum, als wichtigste Aufgabe im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit.

Ab der nächsten Station, der Hertener Zeche Ewald, begleitete der SPD-Parteivorsitzende Franz Müntefering Peer Steinbrück. Bürgermeister Ulrich Paetzel (SPD) stellte den beiden Politikern das Zechengelände vor, auf dem ehemals über 4000 Kumpel arbeiteten und das nun zu einem modernen Dienstleistungszentrum umgewandelt werden soll. „Hier kann man den Strukturwandel live erleben“, freute sich Steinbrück über das Projekt. Franz Müntefering fügte hinzu: „Vom Strukturwandel verstehen wir am allermeisten“. Müntefering unterstrich außerdem: „Nordrhein-Westfalen ist und bleibt die Lokomotive der Bundesrepublik“.

Anschließend traten Peer Steinbrück und Franz Müntefering auf einer Kundgebung vor der Marktkirche auf dem Essener Flachsmarkt auf, bei der 25 Essener SPD-Ortsvereine mit Infoständen vertreten waren. Steinbrück hatte gute Nachrichten im Gepäck: Er kündigte an, die Industrie werde in den nächsten Jahren fünf Milliarden Euro in den Bau neuer Kraftwerke investieren. Damit würden in NRW insgesamt mehr als 7000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Franz Müntefering sagte außerdem zu, dass im Laufe dieses Jahres mit Hartz IV alle Arbeitslosen unter 25 Jahren in Arbeit und Weiterbildung gebracht werden sollen. Dafür stelle der Bund 6,4 Millionen Euro bereit. Steinbrück und Müntefering ernteten herzlichen Beifall.

Zum Abschluss ihrer gemeinsamen Wahlkampftour besuchten Peer Steinbrück und Franz Müntefering das Bundesliga-Spiel Bayer Leverkusen – 1. FC Kaiserslautern in der Leverkusener BayArena, das der Gastgeber zur Freude der beiden Politiker mit 2:0 gewann.