Ministerin Kraft: Neue Rolle Rüttgers auch bei Studiengebühren

Plakatmotiv: Rolle Rüttgers

Als weiteres Beispiel für den konzeptionslosen Kurs der CDU hat NRW-Wissenschaftsministerin Hannelore Kraft die neue Rolle Rüttgers bei den Studiengebühren bezeichnet. In einem Interview hat der Oppositionsführer heute erklärt, er halte einen Betrag von 500 Euro für angemessen. Dagegen hatte der wissenschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Manfred Kuhmichel, in derselben Zeitung eine Gebührenhöhe von 250 Euro verkündet. Dies entspricht auch einem Antrag der CDU-Fraktion vom 13.01.2003.

Wissenschaftsministerin Kraft: "Was gilt denn nun? Einigkeit scheint in der CDU nur darin zu bestehen, dass sie kein Konzept für studierwillige Kinder aus einkommensschwachen Familien bereithält. Das ist umso bedauerlicher, als Herr Rüttgers heute selbst erklärt, dass wir mehr Akademiker benötigen als bisher. Während sich die Opposition in internem Feilschen über die Höhe von Gebühren verliert, setze ich auf die wissenschaftliche Zukunft unseres Landes ? und hier können wir es uns nicht leisten, auch nur ein Talent zu vergeuden."

Kraft weiter: "Bei allen bisher vorgelegten Modellen ist nicht wegzureden, dass künftige Studierendengenerationen nach Vorstellung der CDU mit einem riesigen Schuldenberg von zwischen 30.000 und 85.000 Euro dastehen sollen. Und dies in einer Phase, wo die jungen Menschen die Gründung einer Familie planen oder ? was wir auch politisch wollen ? den Schritt in die Selbständigkeit wagen sollen. Wo die CDU hier die Sozialverträglichkeit ihrer Gebührenpläne sieht, ist nicht nachvollziehbar."

Quelle:Ministerium für Wissenschaft und Forschung NRW