Ruhrkongress der NRWSPD mit Franz Müntefering, Peer Steinbrück und Harald Schartau

Ruhrkongress in Gelsenkirchen mit Franz Müntefering, Peer Steinbrück und Harald SchartauRuhrkongress in Gelsenkirchen mit Franz Müntefering, Peer Steinbrück und Harald SchartauRuhrkongress in Gelsenkirchen mit  Harald Schartau

Die Zukunft der Region Ruhr, einer der größten europäischen Ballungsräume, stand im Mittelpunkt der heutigen Veranstaltung im gläsernen Wissenschaftspark Gelsenkirchen. Vorgestellt wurde der Entwurf eines "Aktionsprogramms Ruhr", der die Arbeitsschwerpunkte der SPD im künftigen Regionalverband Ruhr beschreibt.
Zu diesem Anlass waren der Parteivorsitzende Franz Müntefering, Ministerpräsident Peer Steinbrück, der Landesvorsitzende Harald Schartau und Landesgeneralsekretär Michael Groschek in die Ruhrgebietsstadt gekommen.

"Die SPD und das Ruhrgebiet, das ist eine eigene Geschichte", sagte Harald Schartau in seiner Eingangsrede. Die SPD habe im Ruhrgebiet den Strukturwandel gestaltet, so Schartau. "Dieser Strukturwandel hat sich von einem einzigen Ziel leiten lassen, nämlich, den Menschen in dieser liebens- und lebenswerten Region eine neue Perspektive zu eröffnen." Schartau räumte ein, dass die SPD noch große Herausforderungen zu bestehen habe. Sie wisse, dass es noch viele Stadtteile in der Region gebe, "wo wir noch viel tun müssen, damit die Menschen dort nicht das Gefühl haben, dass sie zu den Verlieren gehören."

Der Landesvorsitzende hob hervor, dass die SPD mit dem Selbstbewusstsein der Vergangenheit die Zukunft des Ruhrgebiets gestalten werde. Sozialdemokratische Politik werde die Region weiter nach vorne bringen.

"Wir eröffnen für das Ruhrgebiet neue Handlungschancen" so Michael Groschek bei seiner Vorstellung des "Aktionsprogramms Ruhr". "Wir verschaffen dem Ruhrgebiet eine Zukunft, die im Ruhrgebiet selbst gestaltet wird und die nicht darauf setzt, sich auf die Alimentationen aus Brüssel, aus Berlin oder aus Düsseldorf zu verlassen." Mit dem "Aktionsprogramm Ruhr" wolle die SPD die Arbeitsschwerpunkte im neuen Regionalverband Ruhrgebiet beschreiben und dazu einladen, in einem Diskussionsprozess innerhalb und außerhalb der SPD darüber zu diskutieren, was im kommenden Jahrzehnt an praktischen Problemen zu lösen sei.

Franz Müntefering begrüßte die im "Aktionsprogramm Ruhr" formulierte Initiative der NRWSPD. Er betonte, es sei dringend erforderlich, dass die Städte im Ruhrgebiet lernen würden, nicht alleine für sich zu stehen, sondern sich zu verbünden. Regionen wie das Ruhrgebiet müssten ihr eigenes Gesicht herausbilden. Nur so seien sie lebensfähig und nur aus der Zusammenarbeit heraus könnten sie Politik bestimmen. Auch böte sich hier die Gelegenheit, das sozialdemokratische Profil in der Kommunalpolitik und der Region zu schärfen.