Gerhard Schröder besuchte Franz Müntefering im Sauerland

Franz MünteferingFranz MünteferingGerhard Schröder zu Gast im Sauerland

Ich wollte mir einmal ansehen, wo der Franz angefangen hat und wo er seine Kraft hernimmt“, begrüßte Bundeskanzler Gerhard Schröder die Zuhörer in der Schützenhalle von Linnepe, die ihn und den SPD-Vorsitzenden Franz Müntefering mit kräftigem Applaus empfangen hatten. Dieser Samstag bot die Gelegenheit dazu. Einen Tag lang führte Müntefering, der aus Sundern stammt, Schröder durch seine Heimat. Auf dem Programm standen unter anderem das SPD-Fest in Linnepe und die Festveranstaltung der Stadt Sundern „70 Jahre Sorpesee“, an dem auch der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Peer Steinbrück teilnahm. Alte Freund und Weggefährten Münteferings trugen zu der familiären Atmosphäre bei.

Vor den offiziellen Feierlichkeiten nahmen sich Gerhard Schröder und Franz Müntefering Zeit für den journalistischen Nachwuchs vor Ort: Interviews mit Schülerzeitungen und Schulradio wurden im vollen Terminkalender untergebracht.
Am Nachmittag folgte dann das Fest in der Schützenhalle Linnepe, wo der Bundeskanzler und der SPD-Vorsitzende begeistert empfangen wurden. Nach den Grußworten der beiden erhielten zwei Neumitglieder das Parteibuch, zwei langjährige Mitglieder die Ehrennadel. Danach besuchten Schröder und Müntefering das Seefest zum 70-jährigen Geburtstag der Sorpe.

Eingeladen hatte den Kanzler der Sunderner SPD-Ortsverein „Altes Testament“. Wie es dazu kam, erzählte der Ortsvereinsvorsitzende Willi Vogt: Bereits im Winter letzten Jahres habe er eine Gelegenheit in Berlin genutzt und den Bundeskanzler in die Heimat des politischen Weggefährten Müntefering eingeladen. „Und er hat sofort gesagt ‘Ich komme.’ Dann kam ein Brief vom Bundeskanzleramt, darin stand ‘Es bleibt dabei! Im Terminkalender ist der 21. August fest eingeplant."

Eine Anekdote zum Ortsverein selbst steuerte Franz Müntefering bei: So sei der Verein „Altes Testament“ 1967 in einer Kneipe namens „Himmel“ aus der Taufe gehoben wurde. In der Nachbarschaft gab es damals noch die Konkurrenzlokale „Hölle“ und „Fegefeuer“. Dazu passte, dass der Servierer ausgerechnet Abraham hieß. Der SPD-Vorsitzende erinnerte sich: „Als wir damals nach Bonn meldeten: Ortsvereinsgründung Altes Testament im Himmel gefeiert und von Abraham gekellnert, war die Baracke ziemlich verwundert.“

Ganz fremd ist dem Bundeskanzler das Sauerland indes nicht: Als junger Mann sei er schließlich aus seiner lippischen Heimat regelmäßig durch das Sauerland getrampt, um in Siegen auf dem zweiten Bildungsweg das Abitur nachzuholen, erzählte Schröder. In Meschede, wo er häufiger eine Mitfahrgelegenheit gesucht habe, sei es mit erfolgreichem Anhalten immer besonders schwierig gewesen, so der Kanzler.

Quelle: www.spd.de