Landesvorsitzender Rainer Schmeltzer mit großer Mehrheit im Amt bestätigt

Mit 96 Prozent der Stimmen bestätigte die AfA-Landeskonferenz heute ihren Vorsitzenden Rainer Schmeltzer im Amt.
In seiner Rede betonte Schmeltzer, dass die AfA (Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen) sich "nach wie vor als das sozialdemokratische Bindeglied zu den sozialdemokratisch Beschäftigten und der Landes-SPD in Nordrhein-Westfalen" sehe.

Der Vorsitzende fügte hinzu: "Wir müssen – wie die alten Gemeinsamkeiten es immer und immer wieder gezeigt haben – den direkten Kontakt zu den Kolleginnen und Kollegen in den Gewerkschaften immer beibehalten – auch in Zeiten, in denen uns das Gegenteil unterstellt oder gar von Dritten ausdrücklich gewünscht wird."

Schmeltzer warnte vor einer Situation wie im England der 80er Jahre: Unter dem Thatcherismus habe es die konservative Regierung geschaftt, die Gewerkschaften nahezu in die Bedeutungslosigkeit zu schicken.

Schmeltzer bekundete seine grundsätzliche Unterstützung für die von der Bundesregierung beschlossenen Reformmaßnahmen. Die AfA werde sich, weil sie nicht alle ihre Vorstellungen verwirklichen konnte, nicht in den Schmollwinkel zurückziehen. "Genossinnen und Genossen der AfA-NRW sind Mitglieder einer demokratischen SPD und werden auch weiterhin ihr Augenmerk nach vorne richten und mit den gegebenen Beschlüssen und Gesetzen weiter arbeiten."

Entschieden verurteilte der AfA-Vorsitzende alle Bestrebungen derer, die eine neue Partei gründen wollten. Die AfA-NRW habe in Erfurt auf dem Bundeskongress diesbezüglich eine Resolution eingebracht, die mit großer Mehrheit verabschiedet wurde. Eine Aufsplittung von Gewerkschaftern und Sozialdemokraten fern von der SPD, so Schmeltzer, stärke die Konservativen und werde den Arbeitnehmern in Deutschland unwiederbringlich schaden.