Rüttgers und die Kopfpauschale – Weder durchgerechnet noch durchdacht

In bekannter Chamäleon-Manier wechselt Jürgen Rüttgers jetzt auch beim Thema Kopfpauschale seine Überzeugungen.
Vollmundig verkündete er zum Thema Kopfpauschale vor ein paar Monaten noch:
"Wir sind jetzt die erste Partei, die mal einen durchgerechneten und auch durchdachten Vorschlag macht, wie man das endlich löst, damit die fünf Millionen Leute, die arbeitslos sind in Deutschland, wieder in Brot und Arbeit kommen." (1.12.2003, WDR 5)

"In Zukunft bekommt der Geringverdiener einen Sozialausgleich aus Steuermitteln, der von der Staatskasse an die Krankenversicherung überwiesen wird, so dass der Einzelne nicht einmal einen Antrag zu stellen braucht." So Jürgen Rüttgers zur Finanzierung der Kopfpauschale. (Stuttgarter Nachrichten, 1.12.2003)

Jürgen Rüttgers muss jetzt eingestehen, dass sein Finanzierungsmodell einem Luftschloss gleichkam, deshalb ändert er jetzt mal wieder seine Meinung: "Eine reine Finanzierung des Solidarausgleichs aus dem Steueraufkommen ist nicht möglich."

Alles Rechnen hat bisher zu keinem tragfähigen Konzept geführt. Und glaubhafte Politik macht man anders, Herr Rüttgers.