Bundesbildungsministerin Bulmahn und Landesministerin Schäfer besuchen 1000ste Ganztagsschule – „Ganztagsschulprogramm bringt die große Bildungsreform voran“

Ganztagsschule in NRW. Copyright: PhotoDisc

Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn und die nordrhein-westfälische Schulministerin Ute Schäfer sehen den Auf- und Ausbau von Ganztagsschulen auf einem guten Weg. Anlässlich ihres Besuchs der 1000sten mit Mitteln des Bundes geförderten Ganztagsschule am Montag in Duisburg, sagten die beiden Ministerinnen: „Das Ganztagsschulprogramm bringt die große Bildungsreform voran.“ Gut ein Jahr nach der gemeinsamen Unterzeichnung des Investitionsprogramms der Bundesregierung sei mit der 1.000sten geförderten Schule ein wichtiger Meilenstein gesetzt.

Bulmahn lobte die hohe Beteiligung am Aus- und Aufbau von Ganztagsschulen. „Die erfolgreiche Umsetzung des Bundesprogramms hängt entscheidend von den Aktivitäten der Schulen vor Ort und dem entschlossenen Handeln der Länder und Kommunen ab.“ Schäfer bezeichnete den Ausbau der Ganztagsschulen als ein gelungenes Gemeinschaftsprojekt, bei dem Bund und Land Hand in Hand gehen. Das Land stelle die Mittel für das nötige zusätzliche Personal im Ganztagsbetrieb bereit und die Bundesregierung finanziere die Investitionen, mit denen die Schulträger ihre Schulen für einen attraktiven Ganztagsbetrieb umbauen können, sagte Schäfer: „Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie gemeinsam eine wichtige Reform vorangebracht wird – im Interesse von Kindern aber auch von Eltern, für die Beruf und Familie besser miteinander vereinbar werden."

Bei ihrem Besuch in der Gemeinschaftsgrundschule Vennbruchstraße in Duisburg zeigten sich beide Ministerinnen begeistert von dem pädagogischen Konzept und dem Engagement der Lehrerinnen und Lehrern, Eltern, Betreuungskräfte und Schülerinnen und Schüler. Durch die Zusammenarbeit mit einem außerschulischen Träger sei ein beeindruckendes kreativ-künstlerisches Programm verwirklicht worden. Bulmahn sagte: „Die Schule hat sich von der Ganztagsidee anstecken lassen und vor allem durch die Kooperation mit einem außerschulischen Partner die Schule ein großes Stück vorangebracht.“ Schäfer betonte: "Die offene Ganztagsgrundschule ist vor allem ein Erfolg, weil sie den Schulalltag verändert, weil sie Kindern mehr bietet als Unterricht, darunter auch Hausaufgabenbetreuung, gezielte Förderung, Sport- und Musikangebote und nicht zuletzt gemeinsames Spiel und damit die Chance, Freundschaften zu entwickeln oder zu vertiefen."

Aus Nordrhein-Westfalen, das bis 2007 insgesamt 914 Millionen Euro aus dem Vier-Milliarden-Euro-Programm erhält, sind bisher 217 Millionen Euro für den Umbau von insgesamt 787 Grundschulen beantragt worden. Die Bundesmittel stehen für Baumaßnahmen und Ausstattung zur Verfügung. Das Land NRW ist verantwortlich für die zusätzliche personelle Ausstattung und die pädagogischen Rahmenbedingungen. Sie werden im Rahmen des Landesprogramms „offene Ganztagsgrundschule“ realisiert.

Der Bund unterstützt die Umsetzung des Ganztagsschulprogramms auch inhaltlich. So werden in Abstimmung mit den Ländern und in Kooperation mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung ab Herbst dieses Jahres entsprechende Angebote etwa durch die Aufarbeitung guter Beispiele, Beratungsangebote und Begleitforschung zur Verfügung gestellt. In diesem Zusammenhang steht auch der Ganztagsschulfilm „Treibhäuser der Zukunft“ mit guten Beispielen deutscher Ganztagsschulen. Bulmahn wird ihn am 1. Juli in Berlin der Öffentlichkeit vorstellen. Am 17. und 18. September treffen sich Praktiker und Experten zu einem bundesweiten Ganztagsschulkongress in Berlin. Am 3. Dezember findet in Hamm ein Kongress zur Diskussion der ersten Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung zur offenen Ganztagsgrundschule in NRW statt.

Quelle: Ministerium für Schule, Jugend und Kinder Nordrhein-Westfalen und Bundesministerium für Bildung und Forschung