Rüttgers redet das Land schlecht

Wer wie Jürgen Rüttgers von "Lebenslügen Abstand nehem" will, der muss aufhören, unser Land schlecht zu reden.
Der Oppositionspolitiker Jürgen Rüttgers bleibt sich auch auf dem Landesparteitag in Kerkrade treu: er verspricht allen alles, aber wenn es konkret wird, zieht er den Kopf ein und duckt sich weg. Oder um mit Rüttgers eigenen Worten zu sprechen: "Jeder quatscht bei allem mit, aber niemand ist mehr für die Ergebnisse verantwortlich." Bekannt ist seit längerem, dass Rüttgers‘ Forderungen jeglicher Finanzierungsgrundlage entbehren.
Doch Rüttgers‘ Sonntagsreden können nicht überdecken: im Kern ist die Politik der CDU-NRW noch immer unsozial. Kopfpauschale, Abschiednehmen vom Flächentarifvertrag und eine Bildungspolitik, die auf Selektion statt auf Förderung und Integration aller setzt, sind nur einige Beispiele. Er verschweigt die von der Union beschlossene Abschaffung der Gesamtschule zugunsten einer Einheitshauptschule.
Für dads Land, den sozialen Frieden und die Bürgerinnen und Bürger Nordrhein-Westfalens ist es besser, wenn er da bleibt, wo er jetzt ist: in der Opposition.