Vorfahrt für Bildung – europaweit! Jutta Haug MdEP begrüßt Vorschläge zur Bildung

Jutta Haug
Jutta Haug MdEP

"Auch auf europäischer Ebene zählt die allgemeine Bildung wie die berufliche Bildung zu den wichtigsten Aufgaben unseres Jahrzehnts", bekräftigt die Europaabgeordnete Jutta Haug, Mitglied des Präsidiums und der Bildungskommission der NRWSPD. "Die Verstärkung der Bildungsanstrengungen spielt eine elementare Rolle bei der Erreichung des Ziels, Europa bis 2010 zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt zu machen. Das wurde bei unserer Debatte im Europäischen Parlament zu den Grundzügen der zukünftigen Bildungsprogramme sehr deutlich."

Ein zentraler Anspruch ist, die Teilnahme für die Bürgerinnen und Bürger zu den Programmen zu vereinfachen. Deshalb soll es in Zukunft nur mehr ein einziges integriertes Programm geben. Wiederfinden sollen sich hierin die allgemeine Bildung von der Grundschule an aufwärts, die berufliche Bildung und die Erwachsenenbildung. Den Zugang erleichtern soll auch ein stark dezentralisierter Ansatz: 80% der Gelder werden von extra eingerichteten Agenturen in den Mitgliedsstaaten verwaltet, so dass Interessierte sich direkt an einen Ansprechpartner in ihrem jeweiligen Heimatland wenden können. Für die bereits jetzt schon sehr erfolgreich laufenden Mobilitäts- und Kooperationsprogramme – SOKRATES, LEONARDO DA VINCI und TEMPUS – plant die Kommission auf jeden Fall Nachfolgeprogramme.

"Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten in NRW haben schon immer besonderen Wert auf die Ausbildung der Menschen in unserem Land gelegt. Die beste Voraussetzung für die Bekämpfung und Vermeidung von Arbeitslosigkeit sind eine gute Bildung und Ausbildung. Deshalb unterstütze ich die Vorschläge der Kommission, die die Bildungsprogramme fortsetzen, verstärken und verbessern wollen", versichert Jutta Haug.

Die quantitativen Ziele vermitteln einen Eindruck von dem Umfang der Aufgabe bis 2013:

  • 10% aller Schülerinnen und Schüler und ihre Lehrkräfte sollen am COMENIUS-Programm teilnehmen. Dazu gehören Schulpartnerschaften, die Aus- und Fortbildung des Schulpersonals sowie die Einrichtung von Netzwerken.
  • Die Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer am ERASMUS-Programm, das die Mobilität von Studierenden und die Kooperation zwischen den Hochschulen fördert, soll sich verdreifachen. Derzeit nehmen jährlich etwa 120.000 Studierende daran teil.
  • Unter LEONARDO sollen mindestens 150.000 Personen in den Genuss einer verbesserten beruflichen Bildung kommen, was eine Verdreifachung der Teilnehmerzahl bedeutet.
  • Bis 2013 sollen jedes Jahr mindestens 50.000 Erwachsene an Aus- oder Fortbildungsprogramme im Ausland teilgenommen haben.
  • Schließlich sollen 100.000 Personen in Rahmen von TEMPUS, das die strukturierte Zusammenarbeit zwischen Institutionen aus den EU-Mitgliedstaaten und Partnerländern fördert, von Mobilitätsaktionen profitiert haben.

    "Wissenschaftliche Untersuchungen haben als Wirkung der Mobilitäts- und Austauschprogramme eine deutliche Qualitätsverbesserung der Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung bestätigt. Unsere Ziele sind weiterhin ehrgeizig, aber nicht unrealistisch!" so Jutta Haug.