Bundesparteitag in Bochum 17.11.2003

20:10
Wahlergebnis Schatzmeisterin:
Abgegebene Stimmen: 491, davon 13 ungültig, 406 Ja-Stimmen, 48 Nein-Stimmen, 24 Enthaltungen. Inge Wettig-Danielmeier hat somit 84,93% der Stimmen erthalten.
Auch Morgen werden wir live vom Bundesparteitag in Bochum berichten.
Die Internetredaktion der NRWSPD und die WebSozis

19:58
Wahlergebnis Generalsekretär:
505 abgegebene Stimmen, davon 3 ungültige Stimmen, 264 Ja-Stimmen, 201 Nein-Stimmen, 37 Enthaltungen. Das macht insgesamt 52,59% für Olaf Scholz.

19:34
Wahlergebnis StellvertreterInnen:
Kurt Beck 84%
Wolfgang Clement 56,71%
Wolfgang Thierse 90,06%
Ute Vogt 70,51%
Heidemarie Wieczorek-Zeul 84,61%

19:11
Jetzt wird über verschiedene Anträge abgestimmt. In den meisten Fällen folgen die Delegierten der Empfehlung der Antragskommission.
In einer Begründungsansprache zu einem Antrag zu einem Antidiskriminierungsgesetz wird drauf hingewiesen, daß gewisse Gruppen gefördert werden, Menschen mit Behinderung aber nicht so gut gefördert werden.

18:45
Die stellvertretenden Vorsitzenden werden jetzt gewählt. Danach geht es mit den Anträgen weiter.
Solange noch gewählt wird kann Moderatoren sehen, die gerade gepudert auf Sendung gehen. Die ersten Nachrichten laufen ja bereits.

18:34
Gerhard Schröder ist wiedergewählt!

507 abgegebene Stimmen, 1 ungültige Stimme, 506 gültige Stimmen
Ja 409 Stimmen, Nein 77 Stimmen, Enthaltungen 20 Stimmen, 80,83% Zustimmung
Es ist ein ehrliches und gerechtes Ergebnis. Gerhard Schröder ist dankbar für das Ergebnis.

18:15
Gerhard Schröder steht als Parteivorsitzender als einziger zur Wahl. Die Wahl wird eröffnet. Die Stimmzettel werden eingesammelt und der Wahlgang geschlossen.
Solange das Ergebnis noch nicht vorliegt werden Anträge abgearbeitet.

18:05
Bericht der Mandatsprüfungs- und Zählkommission: Wir sind Beschlußfähig

18:01
Noch 20 Wortmeldungen. Soeben ist die Aussprache per Antrag beendet worden. Jetzt kommt noch ein bißchen Organisation.

18:00
Bei Franz Müntefering wird es ruhiger im Saal. Wir wollen soziale Gerechtigkeit auf hohem Niveau, das wollen wir hinkriegen. Wir müssen ein Teil von den Unternehmen nehmen und in die Bildung investieren. Die Debatte müssen wir führen. Man muß auch führen können statt immer nur in die Partei zu hören wie es denn gerne wäre. Wir Delegierte sind Führungspersönlichkeiten, von unseren Unterbezirken gewählt.
Mit einer Rede alleine kann man die Welt nicht umschmeißen, das können wir nur zusammen. Wer sagt den Menschen das das Glas halbvoll statt halbleer ist wenn nicht wir? Wir wollen das Land sozial und demokratisch gestalten.
Franz trifft den Nerv der Partei, das zeigt auch der nachfolgende Applaus
Für den Bericht der Fraktion soll er sich kurzfassen: "Die Fraktion ist Gut. Glück auf."

17:54
Die Pressekollegen vermuten, daß man Gerhard Schröder noch vor der Tagesschau wählen wird. Mal abwarten.

17:37
So, der Bericht der Kontrollkommission ist vorüber…
…jetzt sind wir wieder in der Aussprache. :/
Planmäßig hätten wir seit 16:00 Uhr diverse Wahlen durchführen müssen. Ob es mit dem Parteiabend heute abend noch was wird?
Die Aufmerksamkeit unserer Delegierten scheint wohl eher den zwischenmenschlichen Kontakten zugeneigt zu sein. Auf der Pressetribühne kann man zwar noch keine Dialoge verstehen aber lange dauert das auch nicht mehr.

17:20
Inge Wettig-Danielmeier, Schatzmeisterin der SPD, beginnt Ihren Bericht mit der Spendenaffäre der CDU um so den Bogen auf die Vorgänge in Köln zu bekommen. Die CDU hatte zwar versucht Verfehlungen der SPD nachzuweisen, es ist ihnen aber nicht geglückt. Auch die anschließenden Angriffe auf den Wirtschaftsbereich waren erfolglos. Das hat uns viel Kraft und 3 Mio € gekostet. In manchen Bundesländern werden Gesetze geändert um uns zum Verkauf unserer Beteiligungen zu bewegen. Das hat Ähnlichkeiten mit einer kalten Enteignung. Auch hier müssen wir wachsam und wehrhaft hat. Unser Gegner hier ist Roland Koch.
Unsere Bezirke stehen finanziell mit dem Rücken zur Wand. Stimmt, das merken wir leider vor Ort. Wir müssen weiter sparen. Nur als Mitgliederpartei sind wir weiter erfolgreich. Wir haben keine finanzstarke Lobby, wir leben von der Mitwirkung unserer Mitglieder. Wir müssen kommunikativer werden und nicht nur im eigenen Saft schmoren. Das ist zwar stellenweise schon bekannt aber leider noch nicht in alle Bereiche der SPD gedrungen.
Mit unserer Unterstützung will Inge die Angriffe der CDU abschmettern und auf eine finanzielle Basis stellen.

17:05
Solange die Aussprache läuft ist eine Grundunruhe im Saal. Rechts und links von uns auf der Pressetribüne wird emsig getippt. Was sie tippen werden wir heute abend im Fernsehen und Radio hören können oder morgen in der Zeitung. Unser Parteitagstagebuch sieht man sofort. 🙂

17:00
Nach Olaf Scholz sind wir wieder in der Aussprache. "Wo Zündstoff ist soll man nicht zünden", so ein Redner. Auch nach der Bürgerversicherung oder nach der Vermögenssteuer wird gerufen. Demografische Umfragen sind zwar wichtig aber sie können die Ortsvereine nicht ersetzen.
Der Saal füllt sich langsam wieder.

16:32
Wir werden gemeinsam Projekte wie zum Beispiel Mitgliederwerbung durchführen. Als Fazit seiner Rede kann man sicherlich entnehmen, daß wir den Blick nach vorne richten. Die Rede von Olaf Scholz wird mit solidem Beifall bedacht. Es stehen noch ungefähr 30 Wortbeiträge an, die nun im zweiten Teil der Aussprache eine Plattform finden.

16:25
Etwas verspätet, bedingt durch die große Zahl der Redebeiträge, beginnt Olaf Scholz mit seinen Bericht. Viele Mitglieder, oft welche von denen, die lange dabei waren, sind in der letzten Zeit ausgetreten. Es werden aber immer noch immerhin ungefähr 10.000 neue Mitglieder verzeichnet. Gerade jetzt ist es gut, daß wir die Verantwortung für die Regierung in unserem Land haben. Die Geldbeutel von Managern und Hausfrauen sind unterschiedlich gut gefüllt. Von daher wird die Einführung der Bürgerversicherung gefordert. Die weitere Absenkung des Spitzensteuersatzes wird abgelehnt. Die Rede von Olaf Scholz wird immer wieder von Beifall unterbrochen. Bei uns hingen die Bildungschancen von der sozialen Herkunft ab. Wir wollen, daß alle Menschen nach der Schule einen Ausbildungsplatz bekommen. Olaf Scholz verteidigt die Ausbildungsplatzabgabe.

16:05
In den Bereichen für die Fernsehsender werden nun mehrere Berichterstattungen gleichzeitig aufgezeichnet. Zudem wird im Saal eifrig Papier verteilt.

15:55
Christoph Zöpel eröffnet, daß es gar keinen Zweifel gäbe, daß eine Gesellschaft mit weniger Kindern viel mehr tun muß, daß jedes Talent und jede Fähigkeit umso mehr gefördert werden muß. Die Einkommensverteilung in Deutschland würde Schritt für Schritt ungerechter. Es gäbe auch keinen Grund die Steuern zu senken, da wir schon niedrige Steuern hätten. Seine anmerkungen zur Sozialpolitik, die mit viel Nachdruck gesagt worden, wurden mit viel Applaus bedacht.

15:26
Die Fluktuation im Saal ist groß. Aber nicht nur im Saal, sondern auch auf der Pressetribüne. Aber keine Sorge, wir Tagebuchschreiber von der Internetredaktion der NRWSPD und den Websozis bleiben am Ball. Wir hatten mit 46 Wortmeldungen angefangen. Diese Zahl wurde mittlerweile schon überschritten. Es ging eine Aufforderung an die Redner, die Redezeiten einzuhalten. Nach diesem Einschub grundsätzlicher Art fand Jörg Tauss es in Hinblick auf einen vorangegangenen Beitrag bedenklich, daß jemand aus dem Parteivorstand sich an den Parteivorstand wendet, wenn er einen Redebeitrag leistet. Im Kontrast zur in lockerer Weise gehaltenden Rede von Jörg Tauss mahnte Ottmar Schreiner uns in energischer Art daran, daß es in Deutschland einen Niedriglohnsektor gibt, beim dem die Einkommen oft nicht zum Leben reicht. Wir wären Globalisierungsgewinner. Wir hätten aber auch Globalisierungsverlierer in unserem Land.

15:00
Die Umsetzungsgeschwindigkeit, die nach Meinung von Michael Müller in den Redebeiträgen gefordert würde, sei zu schnell. Wir seien die notwendige Kraft, um ein europäisches Gegenmodell mit der Zielsetzung hin zur Vielfalt in der Welt zu bilden. Den Schwund von Mitgliedern in unserer Partei beklagt Sigmar Gabriel. Wir sollen klarmachen, daß das unsere Politik ist, die wir vertreten. Wichtig sei es, denjenigen eine Perpektive zu geben, die eben nicht so ein großes Einkommen haben. Der Saal ist während seines Beitrages merklich voller geworden. Die Delegierten klatschen bei seinem Beitrag mehrmals Beifall.

14:46
Christoph Matschie forderte dazu auf, daß wir als Solidargemeinschaft die Lebensverhältnisse in Ostdeutschland weiter verbessern sollen. Andrea Nahles plädiert für eine Bürgerversicherung. Im Saal werden zur Zeit Interviews mit einzelnen Delegierten geführt.

14:35
Für Frauen und Männer seien immer noch unterschiedliche Arbeitsbedingungen in diesem Land vorhanden, wie wir einem Redebeitrag entnehmen konnten. Niels Annen sprach das Thema Generationengerechtigkeit an.

14:30
In die Dröscher-Halle kommt Bewegung. Die Prominenz bevölkert die Stände, an allen Ecken und Enden blitzt es. Aber Politik wird hier fast zur Nebensache. Fahrlässig wäre es doch, beispielsweise mit Willi Lembke nicht auch ein kurzes Gespräch über das Thema Fußball zu führen.
Man spürt irgendwie eine Erleichterung nach dem mit so großer Spannung behafteten Auftritt unseres Bundeskanzlers.

14:25
Die Aufmerksamkeit der verbliebenen Zuhörer gilt den vielen Wortbeiträgen. Harald Schartau betonte, daß wir es uns nicht einfach machen, wenn wir Veränderungen wollen. Verlässlichkeit ist ein wichtiger Faktor für eine erfolgreiche Politik. Aber nicht nur Verlässlichkeit, sondern auch Entschlossenheit gehört zu unserer Politik.

14:13
Nach der Rede vom Gerhard Schröder leert sich der Saal merklich. Als erster Redner in der Aussprache meldete sich Ludwig Stiegler zu Wort. Über 40 Anmeldungen zur Aussprache liegen vor.

14:10
Die Vergangenheit unserer Eltern im Herzen und die Zukunft unserer Kinder in den Köpfen waren die Schlußworte der Rede des Parteivorsitzenden. Damit fasste er die gesamte Rede, welche an Fakten orientiert und auf einer soliden sachlichen Basis aufgebaut war. Die Delegierten wurden abgeholt und auf dem Weg der Reform mitgenommen.

14:03
Die Rede ist zuende. Alle haben Ihre Stühle verlassen. Die Halle war während der ganzen Rede bis auf den letzten Platz voll besetzt. Sieht von der Pressetribühne spitze aus.
Der Applaus dauerte 2:40 Minuten. Die Aussprache beginnt.

14:00
Die Verantwortung trägt nicht nur der Bundekanzler allein, auch die Partei muß es wollen. Wir mußten uns von manchen Vorstellungen auf diesem schweren Weg lösen. Die deutschen Sozialdemokraten wissen was sie wollen und warum sie es wollen. Dazu brauchen wir viel Kraft. Wir müssen unsere Kräfte hierfür bündeln.

13:58
In der Opposition ist maches abstrakter und einfacher, wir machen es im real und werden es weiter machen.
Wer nur einen Plan macht ist nur ein großes Licht, wer einen zweiten macht, auch dieser geht nicht. Nicht jeder der plant ist auch Handels- und Regierungsfähig.
Wir wollen dieses Land zukunftstauglich machen. Nicht jeder der von Reformen spricht will dasselbe. Wir wollen den Staat stärken und verschlanken. Der schlanke Staat ist kein Verwaltungsmonstrum. Das Glück einer offenen Gesellschaft kann nicht von oben herab geplant werden. Wir bilden zwar den Rahmen, ausgefüllt werden muß er aber von allen.

13:50
Deutschland 2010:
– ist Spitze in der Bildung
– Frauen und Beruf gemeinsam verbunden
– Arbeit gut bezahlt und sozial abgesichert
Das größte Kapital sind die Menschen und nicht das globale Geld. Wer nach vorne will und kann muß dazu auch die Möglichkeiten haben. Wer hinfällt bleibt nicht liegen, dem helfen wir wieder hoch. Persönliche Sicherheit wird keine Ware nur für Reiche werden.

13:45
Mit Innovation und Gerechtigkeit haben wir die SPD stark gemacht und regieren seit 1998 wieder. Bildung ist im 21. Jahrhundert buschstäblich eine Überlebensfrage. Um globale Konflikte entgegenzuwirken müssen wir mehr voneinander wissen. Grundkenntnisse anderer Kulturen sind nicht nur für den Arbeitsmarkt wichtig sondern auch für den frieden in der Welt.
Bildung und Wissen haben wir in der Vergangenheit vorangebracht, das machen wir auch weiter. Wir lernen lebenslang. Darum müssen unsere Kinder besser gefördert werden, hier müssen wir weiter handeln. Wir verschenken hier kein Geld. Die Betreuung muß zum Wohl der Kinder und der Eltern besser werden. In Ganztagsschulen wird niemand verwahrt sondern gefördert, siehe skandinavische Länder.

13:40
Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus haben in unserer Gesellschaft überhaupt nichts zu suchen.
Darum kämpfen wir weiter um ein modernes Zuwanderungsgesetz, aller Blokadehaltungen im Bundesrat zum Trotz.

13:36
Innovation ist der Erfindergeist und die Anwendung des Erfindergeists. Das haben wir nicht vergessen. Ökonomie und Ökologie haben wir in Einklang gebracht und diesen Weg gehen wir weiter.
In unser Zukunftspotenzial haben wir investiert und haben die Rückständigkeit Deutschlands aufgeholt. U.a. in die Nanotechnologie. Die Technik ist sehr klein, vielleicht wird das deswegen sehr gerne übersehen.
Die Möglichkeiten dazu sind unbegrenzt. Die Besten dürfen nicht gehen sondern werden hier gebraucht.
Eine Kultur der Innovationen braucht eine Politk einer offenen Gesellschaft. Das ist der demokratische Sozialismus. Über Begrifflichkeiten kann man streiten, aber der Streit über Begriffe bringt uns nicht weiter. Demokratie ist für uns nicht auf den Staat zu verkürzen. Das unterscheidet uns von den anderen. Sie umfaßt auch die Gemeinschaft.

13:34
Auch während unser Parteivorsitzender Gerhard Schröder redet, ist die Dröscher-Halle gut besucht. Auch die Stände der einzelnen Projekte erfreuen sich großer Beliebtheit. Gerne angenommen werden die Monitore auf der Bühne und neben der Cafeteria. Der große runde rote Tisch am Stand der NRWSPD ist besetzt, schräg gegenüber wirbeln die Websozis als Livebericherstatter.

13:28
Wir werden uns in der Steuerpolitik durchsetzen. Wir haben schon viel erreicht, das wird nur gerne vergessen. Aus jeder Ritze kommen Vorschläge die als der große Wurf verkauft werden. Nur, wir werfen weiter, das wird oft vergessen. Wer Steuern gesenkt haben will muß auch bereit sein diese zu zahlen. Die Umgehung der Erbschaftssteuer ist kein Kavalliersdelikt. Zinsen aus Kapitalvermögen, auch aus dem Ausland, wird bei uns versteuert. Einkommen aus Arbeit wird ja auch hier versteuert. Das ist Gerecht.
Auch ältere und ärmere Menschen werden leider getroffen, wir haben sie nicht vergessen. Aber in der derzeitigen Situation müssen wir heute die Vorsorge treffen und Renten sicher und bezahlbar machen. Dazu gehört auch, das reale Renteneintriitsalter dem gesetzichen Alter wieder anzupassen. Viele ältere wollen arbeiten, wenn sie dürften. Auf deren Erfahrungen können wir nicht verzichten, trotz Jugendwahn in den Unternehmen.

13:17
Wir müssen Deutschland in Ordnung bringen. Nur dann hat unsere Stimme Gewicht. Darum die Reformen. Mit den Gewerkschaftern an der Seite. Mehr an Beschäftigung, mehr an Arbeitsmöglichkeiten ermöglichen, das ist das Ziel. Die Kosten der Arbeit dürfen nicht weiter ins Uferlose wachsen. Das kann nicht die Aufgabe von Sozialdemokraten sein. Die Arbeitslosigkeit geht endlich zurück, eine Folge unserer Arbeitsmarktpolitik, nicht der noch schwachen Konjunktur.
Mehr Schutz und Gerechigkeit, das ist das Ziel eines sozialen Staats. Diesen Sozialstaat, den wir lange und beschwerlich aufgebaut haben, lassen wir uns von niemanden kaputtmachen. Auch nicht durch das Gegenteil einer sozialdemokratischen Solidarität, der Kopfprämie der anderen. Wer dort über Steuern eine soziale Ausgewogenheit einbauen will braucht auf der anderen Seite nicht über Steuervereinfachungen reden weil es sie so nicht gibt.
Wer Steuerprivilegien wirhklich abbauen will darf nicht blockieren, das ist unseriös. Wer Solidarität will muß auch Verantwortung für die Gemeinschaft übernehmen. Dazu gehört nicht Subventionen mitzunehmen aber wegen der Erbschaftssteuer in die Schweiz zu gehen.
Mit dicken Backen Enthaltsamkeit predigen ist unglaubwürdig.

13:10
Wo wären wir wenn Deutschland am 22. September 2002 eine andere Wahl getroffen hätte…

13:09
Wir können nur dann sicher leben wenn es auch in andern Ländern Gerechtigkeit gibt.
Seit der Regierungsübernahme mußten wir unsere Rolle in der Welt neu bestimmen und daraus Konsequenzen ziehen. Wir haben Verantwortung übernommen, nicht nur Pflichen sondern auch das Recht einmal Nein zu sagen wenn wir mit Entscheidungen unserer Freunde nicht einverstanden sind. Unserer Standpunkt im Irakkonflikt ist ein Ergebnis einer reifen Demokratie.

13:00
Durch die Terroranschläge am 11.09.01 ging unser Wachstum zurück. Er kommt zwar wieder aber wir müssen deshalb jetzt die Weichen stellen um die Prellböcke der Blockade zu umfahren. Wer jetzt nicht mitzieht stellt Parteitaktik über das Wohl des Landes und versündigt sich an diesem.
Wir sind eine reiche Gesellschaft, reich an Erfahrungen. Wir brauchen mehr Kinder um den demografischen Wandel auffangen zu können. Wir leben länger, darum müssen wir hier tätig werden.
Es ist zwar leicht Deutschland zu verlassen (Stichwort Globalisierung). Aber wir Sozialdemokraten müssen hier die Probleme regeln. Wir müssen den Mut zur Veränderung haben, ohne gehts nicht.

12:54
Die Energiepolitik ist jetzt dran. Letzte Woche wurde das erste Atomkraftwerk abgeschaltet. 1988 gab es dazu den ersten Parteitagsantrag. Ein langer Weg aber wir haben es geschafft. Ein Konsens ohne Nonsens.
Eneuerbare Energie ist ein Wachstumsmarkt. Dank uns. Keine andere Partei hätte das machen können. Auch wenn welche das Rad des Forschritts wieder zurückdrehen wollen, das lassen wir nicht zu.

12:50
Manche haben unsere Partei verlassen, die wollen wir mit der richtigen Politik entschlossen wieder zurückholen. 1998 haben wir für den Umbau unseres Staates die Ärmel umgekrempelt und sind noch nicht fertig. Wir haben dabei vergessen unsere Erfolge zu feiern. Aber bei Machern ist das normal. 😉

12:45
"Wir haben schon größere Herausforderungen gemeistert", so Gerhard Schröder. Wir können auf unsere Partei stolz sein. Mit uns gab es erst die Demokratie.
Wenn wir uns es nicht selber schwermachen kann es eine sozialdemokratische Epoche werden. Über die Agenda 2010 werden wir zwar hier sprechen, aber nicht nur darüber. Auch der Patriotismusgedanke wird angesprochen. Was erlaubt ist und was nicht muß jede Partei selber klären, wir können nur Hinweise geben. Wir brauchen darüber nicht diskutieren, wir sind seit 140 Jahren Patrioten.
Gerhard Schröder ist stolz unser Vorsitzender sein zu dürfen. Gemeinsam haben wir die letzte Bundestagswahl gewonnen. Diesen Erfolg und andere Erfolge dürfen wir nicht vergessen. Wir sind es den Menschen an der Basis schuldig.

12:39
Gerhard Schröder spricht jetzt. Unterstützerunterschriften für Initiativanträge soll man möglichst nicht während seiner Rede sammeln. Das wäre zu unruhig.

12:37
Wir müssen in Deutschland erfolgreich sein um so den Sozialstaat erhalten zu können, so Antonio Gueteres. Die SI braucht Gerhard Schröder und vertraut ihm.

12:25
Antonio Guteres, Vorsitzender der SI und der portugiesischen Sozialdemokraten, spricht jetzt sein Grußwort. Das ist zwar auf Englisch, aber die Schulkenntnisse reichen für das Verständnis aus. Notfalls helfen die Infrarotkopfhörer für den Dolmetscher die es im Foyer gibt.

12:20
Irgendwie waren wir zwischenzeitlich "entstöpselt", es ist ganz schön eng hier oben, da bleibt es nicht aus, wenn man über den Kabelsalat stolpert. Hauptsche, die Rednerinnen und Redner auf der Bühne stolpern nicht – es soll ja Politiker geben, die nicht immer festen Boden unter den Füßen haben…
Auch unser NRW-Ministerpräsident Peer Steinbrück begrüßte die Delegierten und freute sich, daß dieser Parteitag in seinem Bundesland stattfindet. Seine durchaus nicht unhumorige Rede endete er standesgemäß mit einem "Glück auf!"

12:15
Einem Parteitag von der Pressetribüne herab mitverfolgen zu können, ist schon spannend. Außerdem hat man die Genossinnen und Genossen Promis sehr gut im Blick.
Wolfgang Clement ist allerbester Laune, was sicher auch an der Begrüßungsrede des Hausherren, Bochums OB Ernst Otto Stüber, gelegen haben mag. Der meinte nämlich, dass Wolfgang Clement auch kein schlechter Bürgermeister für Bochum wäre. Wir glauben, ein sanft lächelndes Kopfschütteln unseres stellvertretenden Parteivorsitzenden Wolfgang vernommen zu haben…

12:10
DGB Vorsitzender Michael Sommer weißt darauf hin dass vor allem das Problem der Massenarbeitslosigkeit gelöst werden muss. Faktisch sei die Ausbildung durch die Arbeitgeber im Laufe der Jahre schleichend verstaatlicht worden. Notfalls muss per Gesetz dagegengesteuert werden.

11:58
Natürlich gibt es vor der Halle die angekündigten Demonstrationen, von denen wir im Congress Zentrum jedoch nichts mitbekommen, es sei denn über die an allen Ecken stehenden Monitore. Man sollte tunlichst nicht irgendetwas in der Jacke, die man an der Garderobe (gratis) deponieren kann, vergessen. Das ist ein lustiges Kontrollspielchen, das man in dem Fall erleben kann. Einige von uns können davon ein Lied singen. Wir Presse-WebSozis haben es da besser, weil so ein "P" doch was hermacht ;-).

11:40
Im Anschluss an die Begrüßungsrede gedachten die Delegierten und Gäste der seit dem letzten Bundesparteitag verstorbenen Genossinnen und Genossen.

Heide Simonis weißt darauf hin, dass der ursprünglich auf eineinhalb Stunden anberaumten Aussprache nach der Rede des Parteivorsitzenden und Bundeskanzlers Gerhard Schröder nun 3 Stunden eingeräumt werden.

11:25
Wir haben uns auf die Pressetribühne gekämpft und lauschen den Eröffnungsworten Wolfgang Clements. Es ist ihm als Bochumer sichtlich anzumerken, wie sehr er sich freut, dass erstmals ein Bundesparteitag in seiner Heimatstadt stattfindet.