Die Stärken stärken

Podium der Themenoffensive Arbeit in Oberhausen am 08. 11. 03

"Die Stärken stärken". Auf diesen Nenner brachte der Landesvorsitzende Harald Schartau die Anstrengungen, die in unserem Land unternommen werden müssten, um der Wirtschaft entscheidende Impulse zu geben.

Gemeinsam mit dem Oberhausener Oberbürgermeister Burkhard Drescher, dem Landesvorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Selbstständiger Unternehmer, Gerhard Drauschke, und dem Konzernbetriebsratsvorsitzenden Thomas Schlenz erörterte Harald Schartau die wichtigsten Bedingungen für die erfolgreiche Arbeit mittelständischer Unternehmen, die, so Schartau, das "Rückgrat der nordrhein-westfälischen Wirtschaft" bildeten.

Die Standortbedingungen in Nordrhein-Westfalen seien hervorragend, es gebe gut ausgebildete Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, ein gutes Ausbildungssystem mit guten Universitäten und ganz wichtig sei, dass die nordrhein-westfälische Wirtschaft vielfältige Innovationen hervorbringe.

Dennoch müsse dem Mittelstand Unterstützung in den Bereichen der Finanzierung, der außenwirtschaftlichen Betätigung, der innerbetrieblichen Aus- und Fortbildung und schließlich der Arbeitszeitflexibilität zukommen.

Harald Schartau unterstrich die große Bedeutung der "Neuen Selbstständigkeit". Junge, risikobereite Unternehmerinnen und Unternehmer müssten eine "Begleitung" in die Selbstständigkeit erhalten, ihre Risikobereitschaft somit unterstützt und gefördert werden. So könnten neue, zukunftsweisende Arbeitplätze geschaffen werden.

Burkhard Drescher, Oberbürgermeister der Stadt Oberhausen nannte die entscheidenden Voraussetzungen für Innovationsbereitschaft der Unternehmen: Sie lägen bei Bund, Land und in der Kommune.
Zunächst müsse der Staat die Rahmenbedingungen für Innovationen schaffen; diese Bedingungen, sagte Drescher, würden zur Zeit neu justiert. Er forderte ihre Verlässlichkeit ein.
Drescher begrüßte, dass das Land Nordrhein-Westfalen gerade rund 70 Projekte im Ruhrgebiet beschlossen habe, die Innovationen beförderten.
Schließlich sei entscheidend, dass "vor Ort ein innovatives, kreatives Milieu geschaffen" würde, damit die "inneren Kräfte" der Region genutzt werden könnten.
Bei allem Zwang zum Sparen, schloss Burkhard Drescher, dürfe an Einem nicht gespart werden und das sei die Bildung.

Die anschließende, von Dr. Jürgen Frech moderierte Diskussion, dokumentieren wir in Kürze als Ergänzung der Redetexte von Harald Schartau und Burkhard Drescher.