15 Jahre Quote in der SPD – Eine Erfolgsgeschichte

Der Quotenbeschluss auf dem SPD-Parteitag in Münster vor 15 Jahren hat eine Zeitenwende eingeleitet. Ihm verdanken wir einen großen Fortschritt an weiblicher Beteiligung in der Partei, in anderen Parteien und Verbänden sowie in der Gesellschaft insgesamt. Er hat zur Glaubwürdigkeit unserer Partei beigetragen, für die die Gleichstellung von Frau und Mann in ihrer langen Geschichte immer ein zentrales Anliegen war.

Ein Anteil von Frauen in Vorständen und Fraktionen von 40 Prozent und mehr ist in der SPD inzwischen der Normalfall. Frauen bringen ihre Interessen und Erfahrungen auf allen Ebenen der Politik heute stärker ein als je zuvor. Und zweifellos haben die Quotendebatte und die Quotenvorschrift in der SPD zu gesellschaftlichen Veränderungen insgesamt beigetragen. Die Geschichte der Quote ist eine Erfolgsgeschichte. Unter allen Mitteln, die Gleichstellung von Mann und Frau durchzusetzen, hat sich die Quote – allen Unkenrufen zum Trotz – als das praktikabelste und erfolgreichste Verfahren erwiesen.

Deshalb ist es sehr zu begrüßen, dass die SPD auf ihrem Parteitag in Bochum im November über einen Antrag auf Streichung der zeitlichen Begrenzung der Quotenvorschrift entscheiden wird. Denn auch wenn in den letzten 15 Jahren die Beteiligungschancen der Frauen deutlich erhöht werden konnten, sind immer noch Defizite festzustellen. Die Quote hat viel verändert, doch das Thema Gleichstellung von Frau und Mann steht nach wie vor auf der Agenda und kann nur von Frauen und Männern gemeinsam und gleichberechtigt umgesetzt werden.