Minister Dr. Axel Horstmann startet www.radroutenplaner.nrw.de

Foto: LPAFoto: LPABanner Radroutenplaner NRW

NRW-Verkehrsminister Dr. Axel Horstmann hat heute in Düsseldorf den Startschuss für den neuen Radroutenplaner NRW gegeben.
Unter www.radroutenplaner.nrw.de können Radfahrerinnen und Radfahrer ab sofort ihre Radtouren in Nordrhein-Westfalen durch Eingabe von Start-, Zwischen- und Zielpunkten planen.

„Dieses bisher in der Welt einmalige Internetangebot hilft, die Sehenswürdigkeiten und die schönen nordrhein-westfälischen Landschaften aktiv zu vermarkten und dafür zu sorgen, dass sie im Wortsinn gewinnbringend sind. Dies ist aktive Wirtschaftsförderung, eine verkehrliche und wirtschaftliche Investition in die Zukunft. Die Tourismuswirtschaft und die Kommunen profitieren im besonderen Maß“, erklärte Verkehrsminister Dr. Axel Horstmann zur Freischaltung des Radroutenplaners NRW.

Das im Auftrag des NRW-Verkehrsministeriums entwickelte Angebot ermöglicht es Radtouristen, sich auf dem Bildschirm über die Lage von Sehenswürdigkeiten, Bahnhöfen, Fahrradstationen sowie Rast- und Übernachtungsmöglichkeiten (Übernachtungsverzeichnis „Bett&Bike“) in Nordrhein-Westfalen zu informieren. Per Mausklick lassen sich auf Wunsch auch Länge und Fahrtzeit von Routen im Radverkehrsnetz NRW und auf überregionalen, touristischen Radfernwegen mit einer Gesamtlänge von rund 20.000 km berechnen. Für jede ermittelte Route kann ein Höhenprofil angezeigt werden, so dass selbst kleinere Steigerungen bei den Reisevorbereitungen berücksichtigt werden können.

„Ich lade alle Radbegeisterten ein, den Radroutenplaner NRW schon in den Ferien zu testen“, so Verkehrsminister Dr. Horstmann. „Wir werden den Radroutenplaner NRW ständig weiterentwickeln. Für 2004 soll dann auch eine adressenscharfe Routensuche von Haustür zu Haustür auf allen Straßen und Wegen in NRW möglich sein. Schließlich wird er auch für die immer stärker Verbreitung findenden internetfähigen Taschencomputer („Personal Digital Assistant“, PDA) nutzbar sein, damit die Fahrradfahrer auch unterwegs auf dem Laufenden sind.“

Radfahren und Tourismus
Zur Bedeutung des Radfahrens, das eines von sieben Kernthemen im nordrhein-westfälischen Tourismus ist, sagt Dr. Robert Datzer, Geschäftsführer des Nordrhein-Westfalen Tourismus e.V.: "Radtouristen stellen ein sehr großes Besucherpotenzial dar. Laut ADAC Reiseanalyse 2003 wächst der Bereich Radtourismus weiter: 11,5 Prozent der Deutschen (= 7,4 Millionen; Vorjahr 5,2 Millionen) planen für die nächsten drei Jahre ziemlich sicher oder wahrscheinlich mindestens eine Radreise. Dies entspricht einer Steigerung von 42,3 Prozent bzw. 2,2 Millionen gegenüber dem Vorjahr.“

„Mit dem neuen Radroutenplaner, bislang einzigartig in Deutschland, können Besucher dieses umfassende Angebot nun noch leichter erschließen. Darüber hinaus kann NRW sein radtouristisches Potenzial weiter ausbauen“, so Dr. Datzer. „Das Tolle daran: Der Radroutenplaner eignet sich für alle radtouristischen Zielgruppen – sowohl für sportlich ambitionierte, als auch für gemütlichere Sattelritter.“

Hintergrundinformationen
Da die Landesregierung seit über 20 Jahren den Radverkehr in Nordrhein-Westfalen unterstützt, ist NRW inzwischen das Fahrradland Nr. 1 in Deutschland. Hier einige Zahlen:

  • Seit 1978 wurden rund 1,2 Milliarden Euro in den Bau von über 7.000 km Radwegen investiert;
  • ein landesweites Radverkehrsnetz von 13.800 km Länge wird einheitlich beschildert; NRW verfügt über mehr als 50 ausgeschilderte touristische Radrouten;
  • 48 Fahrradstationen an Bahnhöfen sind in Betrieb, weitere werden gefördert;
  • Arbeitsgemeinschaft „Fahrradfreundliche Städte und Gemeinden in NRW“ hat bisher 32 Mitglieder (30 Städte, 2 Kreise).
  • Das Fahrrad ist auch Wirtschaftsfaktor, allein im Münsterland leben rund 6.000 Menschen vom Radtourismus.