Neue Erhebung der Bundesbank: NRW zieht die meisten ausländischen Unternehmen an – 38 Prozent aller ausländischen Direktinvestitionen

Die neusten Zahlen der Deutschen Bundesbank zum Bestand der ausländischen Direktinvestitionen in den Bundesländern liegen vor. Nordrhein-Westfalen belegt danach weiterhin Rang 1 – mit großem Abstand vor Hessen, Bayern, Baden-Württemberg und Hamburg. Im Jahr 2001 belief sich die Summe der Bestände an ausländischen Direktinvestitionen in Nordrhein-Westfalen auf 170,2 Milliarden Euro, das waren 38 Prozent aller Auslandsinvestitionen in Deutschland. Zum Vergleich: Hessen erreichte knapp 100 Mrd. Euro, Bayern und Baden-Württemberg knapp 50 Milliarden Euro.

Der Bestand ausländischer Direktinvestitionen in Nordrhein-Westfalen ist die über die Vergangenheit aufsummierte Summe aller ausländischen Investitionsengagements bei nordrhein-westfälischen Unternehmen. Die Bundesbank ermittelt diese Zahl aus den Bilanzen der Unternehmen. Aus dieser aufwändigen Ermittlungsweise erklärt sich der hohe Zeitbedarf zur Ermittlung der aktuellen Zahlen.

"Diese Daten zeigen, dass Nordrhein-Westfalen bei ausländischen Investoren nach wie vor große Attraktivität besitzt", sagte NRW-Wirtschafts- und Arbeitsminister Harald Schartau heute (31. Juli 2003) in Düsseldorf. "Dass der Standort NRW günstige Bedingungen für die Ansiedlung von Firmen bietet, dokumentiert auch die neue Studie der Initiative Soziale Marktwirtschaft. NRW belegt hier einen guten dritten Platz." In den Standortindikator flossen Kriterien wie Arbeitskosten, Infrastruktur und Humankapital ein.

Schartau: "NRW verfügt über ein einzigartiges Netzwerk von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Technologiezentren. Zudem ist es die hervorragende Verkehrsinfrastruktur, das hohe Qualifikationsniveau der Bevölkerung sowie die zentrale Lage in Europa, die zahlreiche Unternehmen aus dem Ausland anzieht." Die Landesregierung habe in den vergangenen Jahren einen klaren Schwerpunkt darauf gesetzt, diese zentralen Wirtschaftsfaktoren stetig zu verbessern. Die Stärken in diesem Bereich würden sich langfristig auszahlen.