Horst Vöge: Bundesmittel gegen Jugendarbeitslosigkeit auf Arbeitsmarktbrennpunkte konzentrieren“

"Das von der Bundesregierung aufgelegte Sonderprogramm zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit darf nicht nur den neuen Bundesländern zugute kommen. Es muss in gleichberechtigter Weise auch die strukturschwachen Regionen in Nordrhein-Westfalen unterstützen." Mit diesen Worten reagierte Horst Vöge, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, auf erste Überlegungen zur Ausgestaltung des "Sonderprogramms des Bundes zum Einstieg arbeitsloser Jugendlicher in Beschäftigung und Qualifizierung" (Jump Plus).

Vöge hob hervor, dass die angespannte Arbeitsmarktsituation junger Menschen bis 25 Jahre weitere Anstrengungen erforderlich mache. Zwar sei NRW mit dem Ausbildungskonsens und dem Programm "Jugend in Arbeit" arbeitsmarktpolitisch durchaus erfolgreich. So sei es etwa gelungen, mit Jugend in Arbeit seit Beginn der Initiative im Jahre 1998 knapp 10.000 Jugendliche in Arbeit zu vermitteln. Diese Ansätze bedürften aber ergänzender Maßnahmen, um die nach wie vor bedrückend hohe Zahl arbeitsloser Jugendlicher weiter reduzieren zu können.

Vöge begrüßte, dass der Bund mit "Jump Plus" ein Programm auflege, das konzeptionell den richtigen Weg weise. Mit der Erhöhung des Betreuungsschlüssels für arbeitslose Sozialhilfeempfängerinnen und -empfänger unter 25 Jahren und der Förderung weiterer Eingliederungsmaßnahmen könnten die Wiedereingliederungserfolge dieser Gruppe weiter erhöht werden.

"Um einen möglichst hohen Wirkungsgrad zu erreichen, müssen die insgesamt zur Verfügung gestellten Mittel von über 300 Millionen Euro auf die besonders benachteiligten Regionen konzentriert werden." Er werde sich dafür einsetzen, dass der auf NRW entfallende Anteil auf die Regionen mit einem überproportional hohen Anteil jugendlicher Sozialhilfeempfängerinnen sowie mit besonders gravierenden Problemen auf dem Ausbildungsmarkt konzentriert werde. "Wir wollen mit "Jump Plus" bei der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit wirkungsvolle Impulse setzen", betonte Vöge abschließend.