Zur Verabschiedung des bildungspolitischen Leitantrages zum Landesparteitag der NRWSPD am 14.06.2003 erklärt der stellvertretende Landesvorsitzende und Leiter der bildungspolitischen Kommission, Dr. Karsten Rudolph, MdL:

Dr. Kartsen Rudolph

Wir alle müssen unseren Kindern das Wichtigste mitgeben, das sie für eine gute Zukunft brauchen – eine zeitgemäße Bildung und Erziehung. Persönlichkeitsbildung, Berufsfähigkeit, Befähigung zur aktiven gesellschaftlichen Teilhabe und die Bereitschaft, für sich selbst und die Gemeinschaft Verantwortung zu übernehmen, müssen Kern der Bildungsarbeit sein. Bildung endet nicht mit Kindheit und Jugend. Sie prägt und begleitet uns ein Leben lang – und sie muss allen offen stehen.

Der Leitantrag der NRWSPD ist die Bilanz einer intensiven innerparteilichen Diskussion, die die Ergebnisse der internationalen Bildungsdebatte aufgreift.

Zu den wichtigsten Punkten des Antrages gehören:

  • Teilzentrale und zentrale Prüfungen
  • Verkürzung der Schuldauer
  • Obligatorische Sprachkurse: Deutsch soll gelernt sein
  • Bekenntnis zur Leistungsgerechtigkeit und zu Mut zur Erziehung
  • Besserer Unterricht durch stärkere individuelle Förderung

    Die Debatte um die Zukunft des Schulsystems soll weitergehen, grundlegende Entscheidungen sind jedoch nur im Konsens und Dialog mit den Eltern, der Wissenschaft, den Verbänden, der Kirche und der Wirtschaft möglich.

    Die eigentliche Strukturreform liegt jedoch darin, den Schulen mehr Selbständigkeit und Eigenverantwortung zu ermöglichen. Die Kommunen sollen mehr Freiheiten zur aktiven Gestaltung des Schulangebotes erhalten: Sie können selbst am besten entscheiden, welche ortsnahen Bildungswege gepflegt oder verändert werden müssen.