Gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften müssen statistisch erfasst werden

CSD 2002 Menge mit Fahne

Am 1. August 2001 ist das Lebenspartnerschaftsgesetz in Kraft getreten, nachdem das Bundesverfassungsgericht die Einsprüche der Länder Bayern und Sachsen zurückgewiesen hat. Es hat für viele gleichgeschlechtliche Paare in Deutschland zu einer eheähnlichen Absicherung und damit zu einer Verbesserung der rechtlichen Stellung ihrer Partnerschaft beigetragen. Trotz dieses wichtigen Schrittes ist die gesetzliche und steuerliche Gleichstellung homosexueller Paare nach wie vor unzureichend. Und auch die gesellschaftliche Akzeptanz lässt sich nicht verordnen. Nur der respektvolle Umgang miteinander und die Enttabuisierung führen zu der „Normalität“, die wir uns alle wünschen. Leider gibt es bisher keine offizielle Statistik über die Zahl der in Deutschland seit Gesetzeseinführung geschlossenen Lebenspartnerschaften. Die wenigen vorliegenden Zahlen machen jedoch Mut: Allein in Berlin wurden 1140 Lebenspartnerschaften – 219 zwischen Frauen, 921 zwischen Männern – registriert. Bisher wurde davon nur eine einzige wieder aufgelöst . Ich werde mich als Bundestagsabgeordnete dafür einsetzen, dass im Statistischen Bundesamt und in den zuständigen Landesämtern zukünftig eine offizielle Statistik geführt wird – denn nur mit Zahlen lassen sich auch Erfolge belegen.