Minister Harald Schartau appelliert an Unternehmen – Ab 29. April 100 Tage Maßarbeit für Ausbildung

In einem offenen Brief hat NRW Wirtschafts- und Arbeitsminister Harald Schartau an die Unternehmen im Land appelliert, mehr Ausbildungsplätze bereit zu stellen. „Ich möchte Sie eindringlich bitten, alle möglichen betrieblichen Ausbildungskapazitäten zu mobilisieren und zu nutzen, um sie qualifizierten und motivierten Jugendlichen anzubieten – in Ihrem eigenen Interesse und zum Nutzen der jungen Menschen“, heißt es in dem Brief, der ab heute an Unternehmen, Gewerkschaften und Betriebsräte verteilt wird. Wie Schartau dazu heute in Düsseldorf mitteilte, fehlen zurzeit noch 16.500 Ausbildungsplätze. 55.632 Jugendliche sind noch unversorgt, 39.946 Stellen sind noch offen.

Um für das Thema „Ausbildung“ landesweit mobil zu machen, soll die vom Ausbildungskonsens verabredete Aktion „100 Tage Maßarbeit für Ausbildung“ am 29. April mit einer großen Auftaktveranstaltung in Oberhausen starten. Zu der Veranstaltung werden neben Unternehmen und Fachleuten auch Jugendliche aus dem Ruhrgebiet eingeladen, die bisher noch keinen Ausbildungsplatz haben. Außerdem werden von den Kammern und der Berufsberatung der Arbeitsverwaltung offene Ausbildungsstellen über das Internet angeboten. An dem Auftakt nehmen Ministerpräsident Peer Steinbrück, Minister Schartau und die Partner im NRW-Ausbildungskonsens teil. Danach werden Minister Schartau als auch Ministerpräsident Steinbrück in einer Vielzahl von Veranstaltungen vor allem bei Betrieben im Land gemeinsam mit den Partnern im Ausbildungskonsens für mehr Stellen werben und auf Berufe und Branchen hinweisen, die noch freie Ausbildungsplätze haben. Vor allem sollen die konkreten Probleme und Chancen auf den örtlichen Ausbildungsmärkten stärker als in den bisherigen Ausbildungsaktionen thematisiert und dazu konkrete Verabredungen mit Betrieben, Schulen und anderen Partnern getroffen werden.

Schartau: „Maßarbeit für Ausbildung heißt auch, dass wir Punkt für Punkt vor Ort besprechen, wo der Schuh drückt, welche Schwierigkeiten Betriebe von der Ausbildung abhalten, wie man Jugendliche und Betriebe mit freien Stellen zusammen bringt und wie man jungen Menschen dort helfen kann, wo der Ausbildungsmarkt vor Ort besonders düster aussieht.“

Im Internet gibt es ab sofort eine gemeinsame Aktionsplattform aller Partner im Ausbildungskonsens. Unter www.ausbildung.nrw.de sind sämtliche Veranstaltungen, die landesweit zum Thema Ausbildung laufen, wie Stellen-Börsen, Tage der offenen Tür, Berufsberatungen, Sonderaktionen einzelner Branchen ab sofort im Netz abrufbar. Über das Internet-Angebot wird auch die Suche nach freien Ausbildungsstellen erleichtert. Zu den Branchen, die landesweit noch neue Stellen anbieten können, zählen die Berufe in der Gastronomie, im Nahrungsmittel-Gewerbe, in den Grünen Berufen sowie fast sämtliche Metallberufe.