Bundesregierung erleichtert betriebliche Ausbildung

Edelgard Buhlman, Portrait

Die SPD-geführte Bundesregierung wird die betriebliche Ausbildung erheblich erleichtern. Die sogenannte Ausbildungseignungsverordnung soll dafür bereits zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres 2003/2004 für fünf Jahre ausgesetzt werden. Nach Ansicht von Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn könnten auf diese Weise järlich bis zu 20.000 Betriebe diese Chance zusätzlich zur Schaffung von mehr Lehrstellen nutzen. „Eine einfachere Prüfung der Ausbildungseignung schafft neue Stellen“, betonte Bulmahn am Mittwoch nach einer Kabinettssitzung in Berlin.

Die Regelungen

  • Nach bestehenden Regelungen müssen Betriebe, die Lehrlinge ausbilden, besondere berufs- und arbeitspädagogische Kenntnisse in einem Lehrgang nachweisen.
  • Künftig soll in den nächsten fünf Jahren auf den Nachweis der Ausbildereignung verzichtet werden. Bestehen bleibt jedoch der Nachweis der Handwerkskammer.

    Der Zeitplan
    Das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit bereitet eine entsprechende Novellierung der Handwerksordnung vor. Das Bundeskabinett unter Leitung von Bundeskanzler Gerhard Schröder wird am 14. Mai 2003 darüber beschließen. Im August diesen Jahres soll dann die Aussetzung der Verordnung in Kraft treten.