MECHTILD ROTHE: „Türkei setzt Beitrittsperspektive aufs Spiel“

Zu den gescheiterten Verhandlungen zur Einigung Zyperns erklärt die Vorsitzende des EU-Zypern Ausschusses des Europäischen Parlaments, die SPE-Abgeordnete MECHTILD ROTHE : "Ich bedaure es sehr, dass diese historische Chance zur Einigung der Insel nicht genutzt wurde. Will die Türkei ihre Beitrittsperspektive aufs Spiel setzen?"

Der Vertreter der türkisch-zypriotischen Volksgemeinschaft, Rauf Denktash, hatte es zuvor abgelehnt, seine Landsleute in einem Referendum über den Vorschlag des UN-Generalsekretärs Kofi Annan zur Lösung der Zypern-Frage abstimmen zu lassen.

Dies sei auch ein negatives Signal für die Beitrittsperspektive der Türkei, so MECHTILD ROTHE: "Trotz grosser Bedenken hat der zyprische Präsident Tassos Papadopoulos dem Plan von Kofi Annan prinzipiell zugestimmt und Kompromissbereitschaft gezeigt. Dies hätte ich mir auch von Denktash gewünscht. Ausserordentlich bedauerlich ist es, dass die Regierung in Ankara versäumt hat, Denktash zu einer politischen Lösung zu bewegen. Damit ist auch die Beitrittsperspektive der Türkei betroffen. Es ist für mich unvorstellbar, dass die Europäische Union Beitrittsverhandlungen mit einem Land aufnimmt, das Teile des EU-Gebietes besetzt hält."

Trotz des enttäuschenden Ergebnisses von Den Haag hofft MECHTILD ROTHE nun darauf, dass die aktuelle Chance zu einer Lösung doch noch genutzt wird – zumal aus Ankara, Athen und Nikosia die Bereitschaft zu einer Fortsetzung des Lösungsprozesses deutlich gemacht wird.

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