EU-Studie: Europäische Gelder bringen Nordrhein-Westfalen voran

Europafahne vor Baugerüst

Die Fördergelder der Europäischen Union bringen nach einer EU-Studie die strukturschwachen Gebiete in Nordrhein-Westfalen deutlich voran. «Die Strukturfonds haben einen positiven Beitrag zu mehr nachhaltiger, regionaler Entwicklung geleistet», heißt es in einer Untersuchung, die Regionalkommissar Michel Barnier am Montag in Brüssel präsentierte. Darin wurden 19 europäische Regionen untersucht, die aus dem EU-Regionaltopf seit Jahren Unterstützung erhalten.

Nordrhein-Westfalen bekommt in der laufenden Förderperiode 2000 bis 2006 rund 1,7 Milliarden Euro Regionalförderung aus Brüssel. Das Geld fließt vor allem in so genannte Ziel-2-Regionen, das heißt in Gebiete, die sich im wirtschaftlichen Niedergang oder Umbruch befinden. Dazu gehört vor allem das Ruhrgebiet. Mit dem Geld werden zum Beispiel Straßen und Brücken gebaut, Stadtkerne saniert, kleine und mittlere Unternehmen gefördert und Investitionen unterstützt, um Arbeitsplätze zu schaffen.

Laut Studie profitieren die betroffenen Gebiete deutlich von der Unterstützung. So sei dort die Zahl der Beschäftigten, die Arbeitsproduktivität und der Anteil der exportierten High-Tech- Produkte deutlich gewachsen. Auch mehr Investitionen vermerkte die Untersuchung. «Die Fonds sind ein wichtiger Motor für die regionale Entwicklung», lautet die Schlussfolgerung der Analyse.

Der Bericht ist wichtig für die aktuelle Diskussion um die Zukunft der europäischen Regionalförderung. 2007 werden die Gelder neu verteilt. Nach dem Beitritt der ärmeren ost- und mitteleuropäische
Staaten im Jahr 2004 wird der Großteil der Gelder dorthin fließen. Es gibt Überlegungen, die Summen dann auf die bedürftigsten Regionen zu konzentrieren und die «Ziel-2-Förderung» abzuschaffen.