Ministerpräsident Steinbrück: „Unterstützung des Metrorapid durch den Verein ’Partnership Metrorapid’ wichtiges Signal“

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Peer Steinbrück hat die Unterstützung des Metrorapid durch den mittelständisch geprägten Verein "Partnership Metrorapid NRW" als ein „wichtiges Signal zur Realisierung des Metrorapid“ bezeichnet. Er sei sich mit den Repräsentanten des Vereins, dem inzwischen 66 Unternehmen und Institutionen angehören, einig, so Ministerpräsident Steinbrück nach einem einstündigen Gespräch, dass der Bau des Metrorapid „aus verkehrs-, industrie- und standortpolitischer Sicht für das Land NRW riesige Chancen bietet.“

Ein wichtiges Ziel des Vereins ist es, den Metrorapid als Verkehrssystem für Ballungsräume weiterzuentwickeln und weltweit als Exportprodukt anzubieten.
Dr. Wolfgang Bedorf, Vorsitzender der Geschäftsführung der Nexans Deutschland GmbH und Präsident von „Partnership Metrorapid NRW“: „Die Realisierung des Metrorapid in der Rhein-Ruhr-Region ist nicht nur verkehrlich, sondern auch industriepolitisch von entscheidender Bedeutung. Mit der Referenzstrecke im größten Ballungszentrum Deutschlands wird die deutsche Technologieführerschaft des Systems bewahrt und damit wichtige Exportchancen für unser Land. Das Projekt bietet zugleich die große Chance, zum ‚Schaufenster’ für den Technologiestandort NRW zu werden und den Wandel des Ruhrgebiets zur modernen High-Tech-Region weltweit zu kommunizieren. Diese Chance sollte sich unser Land nicht entgehen lassen.“

Verkehrsminister Dr. Axel Horstmann sieht in der steigenden Mitgliederzahl des Partnership-Vereins, dessen Mitgliedsunternehmen teilweise auch schon an der Realisierung des Transrapid in Shanghai beteiligt sind, einen Beleg dafür, „dass der Metrorapid bei nordrhein-westfälischen Unternehmen auf wachsendes Interesse stößt. Ein Großteil der Mitglieder sind mittelständische Unternehmen, die erkannt haben, dass die Realisierung des Metrorapid in NRW nicht nur für einige Großunternehmen, sondern für die Wirtschaft insgesamt einmalige Chancen bietet und von großer Bedeutung ist.“ Minister Horstmann weiter: „Wir brauchen angesichts der schon heute extrem belasteten Autobahnen in der Rhein-Ruhr-Region eine weitere attraktive Alternative zur Straße.“

Nach der Machbarkeitsstudie des Bundes könnten durch den Metrorapid über 20 Prozent der rund 35 Millionen Fahrgäste, die im Jahr 2015 erwartet werden, für den ÖPNV neu gewonnen werden.

Ministerpräsident Steinbrück: „Wir wollen mit dem Metrorapid einerseits die Mobilität der Menschen in der Rhein-Ruhr-Region entscheidend verbessern und anderseits die wirtschaftlichen, industrie- und beschäftigungspolitischen Chancen des Systems nutzen. So hat etwa das Institut für Bahntechnik GmbH Berlin errechnet, dass die Beschäftigungseffekte des Metrorapid in der Bauphase bei insgesamt rund 30.000 Arbeitsplätzen liegen, davon in Nordrhein-Westfalen etwa 15.000. Durch seinen Betrieb werden rund 1.700 neue Dauerarbeitsplätze entstehen, davon in Nordrhein-Westfalen etwa 1.000. Das sind positive Effekte, auf die wir nicht verzichten sollten.“