Michael Scheffler: „Behinderte Menschen sind die Verlierer der Bahnpreisreform“

Der sozialpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Michael Scheffler, hat der Bahn vorgeworfen, schwerbehinderte Menschen zu den größten Verlierern der Preisreform der Bahn gemacht zu haben. "Wir fordern die Verantwortlichen auf, sich nachdrücklich für den Ausgleich der reformbedingten Nachteile einzusetzen.

Der mit der Bahnreform erfolgte Wegfall der Interregios treffe schwerbehinderte Menschen in besonderer Weise. Bis zum Fahrplanwechsel hätten Schwerbehinderte die Interregios mit einem speziellen Ausweis weitgehend kostenfrei nutzen können. Nunmehr müssten sie entweder häufiger umsteigen oder deutlich höhere Preise zahlen. Ersteres führe zu erheblich längeren Fahrzeiten. Dies sei gerade für Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt seien, nicht zumutbar. Das gelte umso mehr, als ein barrierefreier Zugang zu den Bahnsteigen und Zügen immer noch nicht überall gewährleistet sei.

Scheffler unterstrich, dass eine solche Fehlentwicklung sozialpolitisch nicht zu verantworten sei. Er habe deshalb in Briefen an die nordrhein-westfälische Sozialministerin Birgit Fischer, NRW-Verkehrsminister Dr. Axel Horstmann sowie Bahnchef Hartmut Mehdorn über den eingetretenen Missstand informiert und sie gebeten, sich im Sinne der Betroffenen für eine Lösung des Problems einzusetzen. "Wir werden in unserem sozialpolitischen Engagement nicht nachlassen. Wir werden auch im Europäischen Jahr der Behinderten alles tun, um schwerbehinderten Menschen eine gleichberechtigte Teilhabe am öffentlichen Leben zu ermöglichen", stellte Michael Scheffler für die SPD-Landtagsfraktion fest.