Vier Milliarden Euro für Bildung und Betreuung

Edelgard Buhlman, Portrait

Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn hat am Montag in einer Berliner Schule das Startsignal für den Ausbau von 10 000 Ganztagsschulen in Deutschland gegeben. Die Bundesregierung wird in den nächsten fünf Jahren vier Milliarden Euro in das Programm investieren. Mit dem Start des Programms setzt Rot-Grün ein zentrales Wahlversprechen in der Bildungspolitik um.

Bulmahn sagte, dass Deutschland vor einer großen Bildungsreform stehe. „Nur eine gemeinsam von Bund, Ländern und Kommunen, von Lehrern, Schülern und Eltern getragene Bildungsreform wird unser Land in zehn Jahren wieder an die Weltspitze zurück bringen, so die Ministerin. Dafür müsse die starke Koppelung zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg durchbrochen und Kinder früh individuell gefördert werden. Man brauche ein Umdenken von der Auslese zur Förderung. Mit Ganztagesangeboten könnten Eltern außerdem Beruf und Familie besser miteinander vereinbaren.

Bulmahn betonte, dass nur eine gemeinsame, von Bund und Ländern getragene Bildungsreform die Bundesrepublik „in den nächsten zehn Jahren wieder an die Weltspitze zurückbringen werde.

Mit dem Programm „Zukunft Bildung und Betreuung“ werden im Zeitraum von 2003 bis 2007 vier Milliarden Euro für die Einrichtung von Ganztagsschulen zur Verfügung gestellt. Gefördert werden Ganztagsschulen auf der Basis eines pädagogischen Konzeptes für den Ganztagesbetrieb.

Ziel des Programms ist es, dass alle Kinder in Deutschland unabhängig vom Wohnort ihrer Eltern gleiche Chancen haben müssen. Dazu sollen zügig nationale Bildungsstandards eingeführt werden. Deren Einhaltung soll durch eine unabhängige wissenschaftliche Einrichtung (Evaluationsagentur) überprüft werden. Den Bildungseinrichtungen soll dabei mehr Bildungsautonomie gewährt werden.