AGS-Mitglieder investieren und schaffen Arbeitsplätze

In einer Blitzumfrage per Email-Fragebogen zur Jahreswende haben Mitglieder der AGS, der Selbständigen in der SPD, die kleine und mittelständische Unternehmen führen, deutlich gemacht, dass sie die augenblickliche wirtschaftliche Lage keineswegs so negativ beurteilen, wie sie in der Presse dargestellt und von Verbandsvertretern in zahlreichen Veröffentlichungen behauptet wird. Die tatsächliche Lage in Deutschland ist besser als die veröffentlichte Stimmung.

Auch die zukünftige Geschäftsentwicklung für 2003 wird als ausgeglichen eingeschätzt. So wollen 68 % der AGS-Mitglieder in den nächsten zwölf Monaten Investitionen durchführen, rd. 25 % dieser Investitionen werden in Betriebserweiterungen fließen. Auch wollen AGS-Mitglieder entgegen dem Trend in anderen Unternehmen per Saldo mehr Mitarbeiter einstellen als entlassen.

Im Vergleich zur allgemeinen Einschätzung der wirtschaftlichen Lage werden allerdings einzelne Politikbereiche sehr kritisch gesehen. Negativ werden die Vielzahl bürokratischer Hemmnisse, die bisher eingeleiteten Maßnahmen zur Gesundheitsreform (dazu gibt es ein aktuelles Positionspapier der AGS) und die Regelungen zur Scheinselbständigkeit gesehen. Die Zwangsmitgliedschaften in IHK (86 %) und HWK (73 %) werden mit großer Mehrheit abgelehnt.

Wichtige Themen für die Zukunft sind die Bildungspolitik und die Mittelstandsfinanzierung. Ein gravierendes Problem stellt die Finanzierung durch Kredite dar. Wie schwierig es ist, einen Kredit zu erhalten, wird durch folgende Befragungsergebnisse deutlich: Selbst für Unternehmen, die ihre Eigenkapitalausstattung als angemessen bezeichnet haben (68 %), ist es im letzten halben Jahr schwieriger geworden, einen Kredit zu bekommen (32 %). In immerhin 14 % der Fälle wurde der Kredit abgelehnt. Dramatisch sind die Zahlen für die Unternehmen mit zu niedrigem Eigenkapital: für 56 % dieser Unternehmen wurde die Kreditbeschaffung problematischer, 27 % gaben an, ein beantragter Kredit sei nicht gewährt worden.

Die AGS begrüßt, dass diese Problemfelder nun von der Bundesregierung bearbeitet werden, und erwartet, dass insbesondere die durch Minister Clement eingeleiteten Maßnahmen zu einer nachhaltigen Verbesserung der augenblicklichen Geschäftslage führen werden.