Wieviel Geschichte braucht Politik?

Karsten Rudolf, Harald Schartau und Cornelia Tauschbei der Friedrich Ebert Stiftung
Karsten Rudolph, Harald Schartau und Cornelia Tausch

Unter dem Titel "’Die Flamme am Brennen halten‘ – Wieviel Geschichte braucht Politik?" luden die Kulturinitiative und die Historische Kommission der NRWSPD zusammen mit dem Bonner Verlag J.H.W. Dietz Nachf. zu einer Podiumsdiskussion in die Friedrich-Ebert-Stiftung ein.

Anlass der Veranstaltung waren zwei neu erschienene historische Titel aus dem Verlag J.H.W. Dietz Nachf. ("Die kleine Geschichte der Sozialdemokratie" von Susanne Miller und Heinrich Potthoff und ein neuer Band der Berliner Ausgabe der Werke Willy Brandts, eingeleitet von Karsten Rudolph (stellvertretender Landesvorsitzender der NRWSPD.)Anlass boten auch die in letzter Zeit sich häufenden, meist ziemlich verunglückten historischen Vergleiche, die Politiker ziehen.

Schartau zitierte in seiner einführenden Rede den Historiker Hans-Ulrich Wehler: "Historisches Wissen bietet nicht die Lösung gegenwärtiger Probleme wie auf einem Präsentierteller an, besitzt dafür aber andere Vorzüge. Zuerst einmal macht historisches Wissen sachkundig, sodass man den ’schrecklichen Vereinfachern‘, den utopischen Schwärmern, den unbelehrbaren Dogmatikern nicht so leicht erliegt. Zugegeben, historisches Wissen schützt nicht vor jeder dieser Versuchungen, aber es immunisiert doch gegen ihren Einfluss in einem außergewöhnlichen Maße."

Die Podiumsdiskussion mit den Historikern Hans Mommsen, Heinrich Potthoff und Karsten Rudolph wurde vom Leiter des Historischen Forschungszentrums, Dieter Dowe moderiert.

Die Kulturinitiative und die Historische Kommission der NRWSPD planen weitere Veranstaltungen. Bei Interesse melden Sie sich bitte beim Landesverband.