Der Bildungspolitische Kongress der NRWSPD

Der heutige Kongress, zu dem die NRWSPD eingeladen hatte, bildet den Auftakt zu einer breit angelegten Diskussion über eines der Schwerpunktthemen der Landespartei, der Bildung.

Der Landesvorsitzende der NRWSPD, Harald Schartau, erinnerte in seiner einführenden Rede daran, dass es der Verdienst der SPD gewesen sei, in den 60er und 70er Jahren durch ihre Bildungspolitik soziale und gesellschaftliche Hürden im Bildungswesen abgebaut zu haben.
Deutschland habe zur Zeit ein gutes Fundament mit einem hohen Anteil derer, die die Sekundarstufe II mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung oder dem Abitur abschlössen. Auch verfüge Deutschland über sehr engagierte Lehrerinnen und Lehrer, Ausbilderinnen und Ausbilder, Professorinnen und Professoren. Die Jugend in unserem Land sei besonders lernbereit und motiviert.
Dennoch müsse die Bildungspolitik sich neuen Herausforderungen stellen.

So zeigten sowohl die PISA-Studie wie auch die UNICEF-Studie, dass für den Schulerfolg in Deutschland nicht in erster Linie Fähigkeiten und Leistungen, sondern in hohem Maße die soziale Herkunft ausschlaggebend sei.
Schartau unterstrich auch, dass vor allem Ungelernte von Arbeitslosigkeit betroffen seien.

Im Anchluss an die Reden von
Ute Schäfer, Ministerin für Schule, Jugend und Kinder, Hannelore Kraft, Ministerin für Wissenschaft und Forschung, Carl Tham, dem Botschafter Schwedens in Deutschland, Prof. Dr. Klaus Kocks, geschäftsführender Gesellschafter der Sozietät für Kommunikationsberatung Cato GmbH und Dr. Warnfried Dettling, freier Publizist
stellten sich die Arbeitsgruppen vor, die der Landesvorstand eingerichtet hat.

Die Arbeitsgruppen werden in den nächsten Wochen Veranstaltungen organisieren, auf denen wichtige bildungspolitische Themen diskutiert werden.

Ab Mittwoch, dem 4. Dezember 2002 kann jede/r Interessierte die heutigen Redebeiträge nachlesen und sich darüber hinaus im Laufe der Woche an einem Internet-Forum zum Thema Bildung beteiligen.

Unter der Adresse http://bildung.nrwspd.de werden unterschiedliche Thesenpapiere zu finden sein, die zur Diskussion anregen. Beteiligen Sie sich!