Persönliche Erklärung von Gabriele Behler nach ihrer letzten Rede als Bildungsministerin in NRW

Portrait Gabriele Behler

"Dies war meine letzte Parlamentsrede als NRW-Bildungsministerin. Ich habe meine Aufgabe – und ich hoffe, das haben Sie gemerkt – mit viel Freude wahrgenommen, auch den damit notwendig verbundenen Streit.

Seit 1995 habe ich dafür gearbeitet, unser öffentlich verantwortetes Bildungssystem auf die steigenden Leistungsanforderungen dieser Zeit auszurichten. Ich bin davon überzeugt, dass dies die vornehmste und wichtigste staatliche Aufgabe ist. Denn nur in öffentlicher Verantwortung wird es gelingen, soziale Benachteiligungen im Bildungssystem auszugleichen und Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen tatsächlich gleiche Chancen zu geben. Ich appelliere an alle, dieses Ziel mit aller Kraft und höchster Priorität zu verfolgen.

Ich übergebe mein Ressort in verschiedene Hände in dem Bewusstsein, auf beiden Feldern richtige und wichtige Weichenstellungen vorgenommen zu haben, z.B. Selbstständige Schule und Profilbildung der Hochschulen, und ich verhehle nicht, dies mit einem gewissen Stolz zu tun.

Ich möchte mich ausdrücklich bei allen bedanken, die mich dabei unterstützt haben, hier im Parlament (durchaus auch in allen Fraktionen), aber auch außerhalb des Parlaments, in Schulen und Hochschulen, bei Lehrern, Eltern, Partnern in der Wirtschaft und den Kirchen. Vielen habe ich auch etliches zugemutet, vielleicht auch manchmal zu viel, – umso mehr war und bin ich dankbar für kritisch-konstruktive Begleitung. Meinen Nachfolgern respektive Nachfolgerinnen wünsche ich Glück und Erfolg und möglichst viel Unterstützung – unser Land braucht das."