Gerhard Schröder zum Bundeskanzler gewählt

Bildmontage Gerhard Schröder Portrait vor Deutschland-Fahne

Gerhard Schröder ist am Dienstag für weitere vier Jahre zum Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland gewählt worden. Er erhielt 305 von 599 abgegebenen Stimmen. SPD und Bündnis 90/Die Grünen haben sich bereits in der vergangenen Woche auf die Leitplanken ihrer künftigen Regierungspolitik geeinigt. Der Koalitionsvertrag steht unter dem Titel „Erneuerung – Gerechtigkeit – Nachhaltigkeit“.

Den offiziellen Wahlvorschlag hat gemäß Grundgesetz Bundespräsident Johannes Rau unterbreitet. Nach der Kanzlerwahl erhält Schröder von Amtssitz Schloss Bellevue seine Ernennungsurkunde. Anschließend wird er im Parlament vereidigt. Am Nachmittag wird dann das neue Kabinett von Rau offiziell ernannt und anschließend ebenfalls im Parlament vereidigt. Dem Kabinett werden neben Gerhard Schröder die folgenden Ministerinnen und Minister angehören.

  • Joschka Fischer (Grüne) – Außenminister / Vizekanzler
  • Otto Schily (SPD) – Bundesminister des Innern
  • Brigitte Zypries (SPD) – Bundesministerin der Justiz
  • Hans Eichel (SPD) – Bundesminister der Finanzen
  • Wolfgang Clement (SPD) – Bundesminister für Arbeit und Wirtschaft
  • Renate Künast (Grüne) – Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft
  • Peter Struck (SPD) – Bundesminister der Verteidigung
  • Renate Schmidt (SPD) – Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
  • Ulla Schmidt (SPD) – Bundesministerin für Gesundheit und Sozialordnung
  • Manfred Stolpe (SPD) – Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, Aufbau Ost
  • Jürgen Trittin (Grüne) – Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
  • Edelgard Bulmahn (SPD) – Bundesministerin für Bildung und Forschung
  • Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) – Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

    Am Abend will das Kabinett zum ersten Mal in der neuen Zusammensetzung tagen. Dabei geht es um die Verlängerung des Bundeswehrmandats für Mazedonien. Das jetzige Mandat läuft am 26. Oktober aus.