„Die Opposition des Landtages ist massiv geschwächt worden“

"Harald Schartau und Michael Groschek haben hervorragende Arbeit geleistet. Sie haben die nordrhein-westfälische SPD wieder stark gemacht. Das Ergebnis der Bundestagswahl hat die führende politische Rolle der NRW-SPD mit großem Abstand zur CDU bestätigt. Wir haben alle unsere Wahlziele erreicht, Herr Rüttgers und die CDU haben kein einziges ihrer Wahlziele erreicht."

Mit diesen Worten gratulierte Fraktionsvorsitzender Edgar Moron zu Beginn der SPD-Fraktionssitzung dem SPD-Landesvorsitzenden. Die SPD gehe gestärkt aus dieser Wahl hervor und werde mit Rücken-wind aus Berlin ihre Reformpolitik für Nordrhein-Westfalen fortsetzen. Massiv geschwächt seien die Oppositionsfraktionen des Landtags. Die FDP sei mit sich selbst und ihrem unberechenbaren Vorsitzenden Möllemann beschäftigt. In der Union bahne sich eine erneute Führungsdebatte an, nachdem Friedrich Merz eine neue Aufgabe suche und Jürgen Rüttgers noch blasser aussehe als bisher schon, kommentierte Moron.

Die NRW-Koalition aus SPD und Grünen habe vor diesem Hintergrund die Chance, ihre Erfolge noch deutlicher zu machen. "Wir werden das jedenfalls sehr selbstbewusst tun und wir sind stolz darauf, dass die NRW-SPD künftig im Bundestag mit Franz Müntefering an der Spitze der stärksten Fraktion eine maßgebliche Rolle spielt", erklärte Edgar Moron für die SPD-Landtagsfraktion. Die politisch-strategische Stärke der nordhrein-westfälischen SPD werde auch daran deutlich, dass Ministerpräsident Wolfgang Clement in das Schröder-Team für die Koalitionsverhandlungen berufen worden sei. "Es ist gut für Nordrhein-Westfalen, dass Wolfgang Clement mitentscheidet, was der neue Koalitionsvertrag festschreibt und dass er auch die Interessen unseres Landes einbringt", unterstrich Moron.