Schartau rechnet mit weiteren vier Jahren Rot-Grün in Berlin

Interview mit Harald Schartau am 22. 09. 02

Nordrhein-Westfalens SPD-Vorsitzender Harald
Schartau rechnet nach der ersten WDR-Prognose zum Ausgang der Bundestagswahl mit einer Fortsetzung der rot-grünen Koalition in Berlin. Es sei sehr erfreulich, dass Rot-Grün offenbar «die Nase vorn
habe», sagte Schartau am Sonntagabend in Düsseldorf. Zum Ergebnis der FDP sagte er, es sei «ganz gut so», dass die Liberalen verloren
hätten.

Die Mobilisierung der SPD-Wähler in
Nordrhein-Westfalen ist nach einer ersten Einschätzung von Landesparteichef Harald Schartau gelungen. «Es sieht im Moment danach aus, dass Gerhard Schröder eine weitere Amtsperiode Kanzler
in einer rot-grünen Bundesregierung sein wird. Das ist die Hauptsache», sagte Schartau am Sonntagabend nach den ersten Wahlprognosen der Fernsehanstalten. «Ohne Nordrhein-Westfalen ist
der Sieg nicht möglich. Wenn es dazu kommt, werden wir dazu unseren Beitrag geleistet haben.»

Die Affäre um Bundesjustizministerin Herta-Däubler Gmelin (SPD) hat die SPD nach Einschätzung Schartaus keine Stimmen gekostet. Zum
schlechten Abschneiden der FDP meinte der Landesparteichef: «Dass Möllemann im braunen Sumpf gefischt hat, muss er selbst verantworten.» Dies sei in der Mehrheit der Bevölkerung offenbar
nicht angekommen.