Türkische Gemeinde wirft Union „ausländerfeindliche Parolen“ vor

Die Türkische Gemeinde in Deutschland hat die Union wegen ihrer Haltung in der Zuwanderungspolitik scharf kritisiert. Sie warnte am Montag CDU/CSU "vor einer Schlammschlacht mit ausländerfeindlichen Parolen". Zuwanderung und Integration seien "zu ernste Themen, als dass man sie in der letzten Phase des Wahlkampfs zur Polarisierung der Innenpolitik einsetzen darf", teilte der Zusammenschluss von rund 250 türkischen Vereinen mit.
 
Die Art und Weise, wie die Union ihre Konzepte vorgetragen habe, sei geeignet, "soziale Kälte, Deutschtümelei und fremdenfeindliche Emotionen in der Öffentlichkeit zu schüren". "Wer so Wahlkampf betreibt, wird bei den über 700 000 wahlberechtigten Zuwanderern keine Anhänger finden", hieß es in der Erklärung.
 
Zuvor hatte der Bundesausländerbeirat die Union vor einem Wahlkampf auf Kosten der in Deutschland lebenden Ausländer gewarnt:

"Die CDU/CSU spielt schon wieder mit dem Feuer", sagte der Vorsitzende Memet Kilic am Montag in Wiesbaden. Der Beirat ist der Dachverband kommunaler Ausländerbeiräte.