Gerhard Schröder im Print-Duell

Bundeskanzler Gerhard Schröder und Edmund Stoiber haben sich zu einem zweiten Printduell getroffen. „Wir werden gewinnen, weil wir eine gute Arbeit geliefert haben“, bekräftigte Schröder. „Dass man 16 Jahre Stillstand nicht in vier Jahren aufarbeiten kann, ist klar. Das ist auch sichtbar zu machen.“ Auch für die nächsten Jahre hat die SPD die besseren politischen Konzepte. Themen des ersten Teils der Auseinandersetzung, der am Dienstag in der „Süddeutschen Zeitung“ und der „Welt“ veröffentlicht wurde, waren die Steuerpolitik, die Renten und die Arbeitsmarktreform.

Gerhard Schröder zog eine positive Bilanz der bisherigen Regierungsarbeit: „Wir haben doch bewiesen in den vier Jahren, dass wir in wichtigen Bereichen etwas angepackt haben, was von unseren Vorgängern liegen gelassen wurde, beispielsweise Schuldenabbau, Steuer- und Rentenreform, Ausstieg aus der Kernenergie, das neue Staatsbürgerschaftsrecht und ein modernes Zuwanderungsgesetz.“

Schröder warf Stoiber eine doppelzüngige Argumentation vor: Stoiber will die Staatsausgaben erhöhen, die Einnahmen verringern und dabei keine Schulden machen: „Das ist der Versuch die Politik im Kreis zu quadrieren.“ Der Union fehlt „Stringenz in der Argumentation“. Stoiber legte sich nur in einem Punkt fest: Er will Arbeitnehmerrechte abbauen.