Reisen bildet

Dass Reisen bildet, hat sich ja herumgesprochen. Die Sozialdemokraten in NRW hoffen, dass dies auch auf den bayerischen Ministerpräsidenten zutrifft. Er wird dann festgestellt haben, dass die Menschen in NRW zufrieden mit der Entwicklung in diesem Land sind. Während Herr Stoiber noch überlegt, wie denn der Strukturwandel im Ruhrgebiet bewerkstelligt werden kann, hat die SPD schon längst gehandelt.
Die Zahlen belegen dies:

Einen wirtschaftlichen Vergleich mit Bayern braucht NRW nicht zu scheuen. So steht NRW gemessen am Bruttoinlandsprodukt im Worldranking an 13. Stelle, Bayern landet derzeit auf Platz 17. Auch bevorzugen deutsche Unternehmen NRW als Standort für ihren Hauptsitz. In NRW sind 40 Zentralen der 100 wichtigsten deutschen Unternehmen beheimatet, in Bayern nur 16. Und für ausländische Investoren ist NRW eindeutig beliebter. So wurden in NRW unmittelbar 85,738 Milliarden Euro direkt investiert, in Bayern nur 31,930 Milliarden Euro. Nicht besser sieht es bei den unmittelbaren und mittelbaren Direktinvestitionen aus: 68,507 Milliarden in NRW, 26,839 Milliarden dagegen nur in Bayern. Auch bei den Umweltschutzinvestitionen liegt NRW klar vor Bayern. So flossen in NRW im produzierenden Gewerbe 3, 8 Prozent je eine Million Euro Umsatz in Umweltschutzinvestitionen, in Bayern waren es nur 1, 8 Prozent. Und auch die Verkehrswege in NRW sind deutlich intakter als in Bayern. So sind in NRW 87, 9 Prozent der Autobahnen gebrauchsfähig, in Bayern dagegen nur 67,8 Prozent.
(Quellen: Wirtschaftsministerium NRW, Institut der dt. Wirtschaft Köln: Bundesländer-Ranking 2002)

Herr Stoiber ist auch nach dem 22.09. ein gern gesehener Urlauber in NRW –
als bayerischer Ministerpräsident.