Müntefering: SPD in guter Stimmung

Zu den aktuellen Meinungsumfragen erklärt der Generalsekretär der SPD, Franz Müntefering:

Zu den guten Umfragewerten der vergangenen Wochen kommen in diesen Tagen weitere, die den Stimmungsumschwung zugunsten der SPD unterstreichen.

Beispiel NRW: Im mit Abstand größten Bundesland nähert sich die SPD wieder deutlich ihrem Bundestagswahlergebnis von 1998. Nach den neuesten Infratest-Umfragen liegt sie mit 42 % vor der CDU mit 39 %. Gegenwärtig liegt sie sechs Prozentpunkte über den bundesweiten Zahlen, die CDU liegt ein Prozentpunkt unter ihrem Bundestrend. Die Stimmungsdelle in NRW ist überwunden. Zudem zeigen die Ergebnisse, dass die SPD in NRW gegenwärtig noch ein erhebliches Zuwachspotential hat. Während 27 % „auf jeden Fall" SPD wählen wollen, sagen weitere 32 %, dass sie die SPD „vielleicht" wählen werden. Auch bei den unsicheren Wählerinnen und Wählern hat die SPD beste Chancen zu punkten: Zwei Drittel dieser Wählergruppe wird „vielleicht" die SPD wählen.

Auch die Mobilisierung der SPD-Anhängerschaft in NRW nimmt zu: Für 80 % der SPD-Anhänger ist der Ausgang der Bundestagswahl inzwischen sehr wichtig bzw. wichtig.

Zuversichtlich stimmt auch die emnid-Umfrage im Auftrag des Nachrichtenmagazins Focus: Dem Spitzenpersonal der SPD wird deutlich mehr Zukunftskompetenz zugesprochen als der politischen Konkurrenz. Bundeskanzler Gerhard Schröder, so die Ergebnisse, kann die Probleme des Landes am besten lösen. Mit 48 zu 36 Prozent liegt Gerhard Schröder klar vor dem Kandidaten von CDU/CSU. Der Zuspruch bei Frauen und Erstwählern für Schröder ist dabei besonders hoch.

Auch die Einschätzung der Stoiber-Mannschaft wird dem Kandidaten Sorgen bereiten. Bundesfinanzminister Hans Eichel liegt klar vor Merz (50 zu 23). Bundesinnenminister Otto Schily klar vor Beckstein (54 zu 30). Bundesfamilienministerin Christine Bergmann klar vor Reiche (41 zu 29). Auch Stoibers Kandidat für Außenpolitik Wolfgang Schäuble liegt weit hinten. Bundesaußenminister Joschka Fischer führt klar mit 64 zu 29.