Auch in NRW legt die SPD bei Umfragen weiter zu

Die SPD liegt in Nordrhein-Westfalen in der Wählergunst um drei Prozentpunkte vor der CDU.
Wie eine Umfrage von infratest dimap für das WDR-Magazin Westpol ergab, käme die SPD in NRW auf 42 Prozent, wenn jetzt Bundestagswahlen stattfinden würden. Die NRW-CDU erreicht demnach einen Wert von aktuell 39 Prozent.
Damit legt die NRWSPD seit April um 4 Prozent zu.
Bei einer Direktwahl des Bundeskanzlers würde Amtsinhaber Gerhard Schröder (SPD) in NRW seinen Herausforderer Edmund Stoiber (CSU) klar hinter sich lassen. Mit 59 zu 29 Prozent wäre Schröders Vorsprung in NRW mehr als viermal so groß wie im Bund (49 zu 42 Prozent).

Dazu sagte Harald Schartau, Vorsitzender der NRWSPD :
"Unsere ohnehin gute Stimmung hat sich parallel zu den Umfrageergebnissen gesteigert, so sicher wie nie können wir versprechen: NRW wird zum Sackbahnhof auf Stoibers Weg nach Berlin. Hier erhält er die Rückfahrkarte nach Bayern.
Wir liegen zwar jetzt schon deutlich vor der Union im Land, wollen sie aber bis zum 22. September noch weiter abhängen."

Auch bundesweit geht es stetig aufwärts:
Wieder hat die SPD um zwei Prozentpunkte in der Wählergunst zugelegt. Laut dem ZDF-Politbarometer, das am Freitag veröffentlicht wurde, liegt die SPD jetzt bei 40 Prozent der Wählerstimmen. Somit liegt sie nur noch äußerst knapp –einen Prozentpunkt- hinter der Union, die auf 41% kam. Die Grünen erreichten 7%, die FDP 8% und die PDS nur 3%.

Auch in der Projektion des Wahlausgangs, bei der längerfristige Überzeugungen und taktische Überlegungen von Bedeutung sind, konnte die SPD um einen Prozentpunkt auf 37% zulegen. Bündnis90/Grüne erlangte 6%, die CDU/CSU 40%. Da die FDP weiterhin verliert und nur bei 8% steht, würde eine schwarz-gelbe Koalition ohne Mehrheit im Bundestag stehen. Für die PDS würden lediglich 5% der 1031 Befragten der Umfrage der Mannheimer Forschungsgruppe stimmen.
In der Kanzlerfrage liegt der SPD-Parteivorsitzende, Bundeskanzler Gerhard Schröder, weiterhin weit vor dem Kandidaten der CDU/CSU. Der Abstand zu Edmund Stoiber beträgt deutliche 16%.