CDU soll endlich den eigenen Hof kehren

Pressemitteilung 46/2002

Neue Hinweise der Bonner Staatsanwaltschaft über die Annahme gestückelter Spenden durch die Bonner CDU lassen die Rolle der Bonner Partei im Falle Reiner Schreiber in einem neuen Lichte erscheinen.
Lange genug hat Reiner Schreiber als Sündenbock herhalten müssen, jetzt sollte die Bonner CDU beginnen, die Schmiergeldaffäre offensiv aufzuklären und die Öffentlichkeit über die wahren Sachverhalte und Verantwortlichkeiten zu informieren.

Auch in Köln gibt es Hinweise auf eine Verstrickung der CDU in die Müllaffäre. Es ist an der Zeit, dass die CDU sich offen zu ihrer Mitverantwortung bekennt und sich nicht länger die Hände in Unschuld wäscht.
Die SPD hat in Köln alles dazu beigetragen, die Beteiligung ihrer Mitglieder an der Spendenaffäre aufzuklären. Dies erwarten wir nun auch von der CDU.

Es zeigt sich jetzt, dass Rüttgers und Reul gut beraten waren, von sich abzulenken. Klar, denn wer im Glashaus sitzt, der sollte nicht mit Steinen werfen.
Eine Frage stellt sich schon seit langem: Warum sollte Trienekens ausgerechnet seine eigenen Parteimitglieder bei der Vergabe von Spenden nicht berücksichtigt haben?