Rainer Schmeltzer, MdL aus dem Kreis Unna, wurde zum neuen Chef der Landes-AfA gewählt

Mit 77% der Stimmen wählte die AfA-Landeskonferenz am 8. Juni 2002 Rainer Schmeltzer, Mitglied des Landtages aus Lünen und Ver.di-Sekretär, zu ihrem neuen Landesvorsitzenden. Er tritt damit die Nachfolge von Norbert Römer, IGBCE-Bezirksleiter in Hamm, an, der nach Übernahme des Amtes als SPD-Regionalvorsitzender im Westlichen Westfalen nicht wieder zur Wahl antrat.

Die in Castrop-Rauxel tagende Konferenz der Arbeitnehmerorganisation der SPD war notwendig geworden, um nach der Organisationsreform der SPD in NRW auch bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zukunftsfähige Strukturen aufzubauen.

„Eine mehrheits- und regierungsfähige SPD braucht die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Zentrum ihrer Partei wie ihrer Politik.
Soziale Gerechtigkeit herzustellen, Arbeit zu schaffen und zu erhalten sowie die Menschen für die Bewältigung der Zukunft zu qualifizieren – das ist Auftrag und Politik der SPD. Das Bündnis der Menschen, die bereit sind, Verantwortung auch für die Gesellschaft als Ganzes zu übernehmen und zu tragen ist die Basis für eine erfolgreiche Politik der Mitte. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer stehen hier an erster Stelle, sei es in der Betriebsrats- und Personalratstätigkeit, in ihren Gewerkschaften, aber auch in Verbänden, in der Schulpflegschaft wie dem Mieterbeirat.“ So lautet die Kernaussage des Beschlusses der AfA.
„Weil die Richtung stimmt!“ begründet die AfA ihr Engagement im Bundestagswahlkampf für Gerhard Schröder.

„Mit aller Kraft werden wir uns in den Wahlkampf einmischen. Die AfA wird sich verstärkt dafür einsetzen, dass die Arbeitnehmerrechte weiter gestärkt und ausgebaut werden. Mitbestimmung, Tarifautonomie und ein wirksames Tariftreuegesetz sind für eine sozial gerechte Arbeitswelt unverzichtbar. Die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen, die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit müssen an erster Stelle stehen. Dies ist nur mit Gerhard Schröder möglich.
Was wir von einem Zer-stoiber und seinen Getreuen in der CDA unter einem Herrn Arentz aus NRW politisch zu erwarten haben, hat uns das jüngste Scheitern des Tariftreuegesetzes im Bundesrat deutlich gezeigt: Abbau des Tariflichen Schutzes, weniger Mitbestimmung und eine Politik des Heuerns und Feuerns,“ so der neue AfA-Landesvorsitzende Rainer Schmeltzer in seiner Rede.

Harald Schartau, Chef der NRWSPD, sicherte der AfA seine Unterstützung bei ihren Anliegen zu. Der SPD-Vorsitzende ermunterte die AfA, ihre Anliegen in die SPD zu tragen. Die SPD brauche das Engagement der Betriebs- und Personalräte, der Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter. Ihre Erfahrungen und Kreativität bei der Lösung betrieblicher Probleme, der Gestaltung von Unternehmen und der Förderung der Belegschaften sei in der SPD herzlich willkommen.

Dabei ging die AfA der Erörterung auch schwieriger Themen nicht aus dem Wege. Harald Schartau setzte sich eindeutig für eine Koppelung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe ein, um dem wichtigsten Ziel, der Vermittlung von Langzeitarbeitslosen in ein Arbeitsverhältnis, einen bedeutenden Schritt näher zu kommen. Gleichzeitig fordert die AfA-Landeskonferenz in ihrem Beschluss zu diesem Thema die SPD-Bundestagsabgeordneten auf, keiner Absenkung der Leistungen der Arbeitslosenhilfe zuzustimmen.
Die Wahlen zum neuen AfA-Landesvorstand bestimmten den weiteren Konferenzverlauf. Zu stellvertretenden AfA-Landesvorsitzenden wurden Brigitte Halbgebauer (Kreis Lippe), Markus Gluch (Köln), Armin Jahl (Dortmund), und Wolfgang Lorenz (Mülheim), gewählt.
Zu Beisitzerinnen und Beisitzern wurden Ute Appel, Marlene Breuer, Udo Büdeker,
Erwin Duchna, Martina Eickhoff, Gerd Homm, Horst Kaweina, Max Koroschetz, Harald Köhnen, Angelika Nowak, Klaus Opdenacker, Guntram Schneider, Heinz-Werner Schuster, Maritha Walter, Christel Wehrmester und Irene Wunder gewählt.

Als erste Aktion wird sich der neue AfA-Landesvorstand mit einer Aktion „Morgenröte“ in den Bundestagswahlkampf einschalten. Mit einer Flugblattaktion vor Betrieben und Verwaltungen unter dem Titel „Weil die Richtung stimmt!“ wirbt die AfA um die Unterstützung für Bundeskanzler Gerhard Schröder.